Schlagwort: Türkei

  • Lykischer Weg – Tag 1: Ovacik – Kabak

    Lykischer Weg – Tag 1: Ovacik – Kabak

    22,9 km; 1.090 m aufwärts; 1.220 m abwärts

    Der Inhaber unseres Hotels, Giovanni, hat uns heute Morgen ein köstliches Frühstück serviert. Gut gestärkt machten wir uns auf den Weg zum Startpunkt des Lykischen Wegs. Weithin sichtbar erhebt sich die mächtige Moschee über die Hauptstraße. Am Start empfängt uns ein großes Tor mit der Aufschrift Likya Yolu, hier sind wir wohl richtig. Gut, dass gerade ein paar Camper in der Nähe sind, das Foto ist gesichert. An der Flanke des Babadag geht der Weg gleich ordentlich nach oben. Je weiter wir steigen desto mehr sehen wir von der herrlichen blauen Lagune von Ölüdeniz. Wir kommen aber auch gleich richtig zum Schwitzen. An einem Aussichtspunkt über der Bucht werden frische Säfte zum Verkauf angeboten. Das werden wir heute noch öfter erleben.

    Sobald wir den höchsten Punkt erreichen, stehen da schöne halbvollendete stattliche Häuser mit der besten Aussicht. Mittlerweile tummeln sich darin Ziegen. Eine größere Herde kreuzt daraufhin auch unseren Weg. Vorbei an mehreren Cafés geht es abwärts. Der Weg geht in hübschen Wald über. Leider müssen wir den Weg kurz verlassen, da ein Imker gerade seine unzähligen Bienenvölker versorgt und uns zuruft, dass es zu gefährlich sei.

    Im nächsten Ort rasten wir in einem Café, bevor der finale Abstieg nach Hisar folgt. Hier ist das Etappenziel der offiziellen ersten Etappe. Wir kehren lecker ein. Ich bin gespannt, an welchem Tag Hang keine Köfte mehr essen will. Wir sind noch fit und wollen noch ein Stück weiter gehen. Zuerst machen wir einen Abstecher ins Schmetterlingstal. Dazu müssten wir aber auf Meereshöhe absteigen. Also verstecken wir die Rucksäcke im Gebüsch und beginnen den Abstieg. Wir werden von einem Seil und einer ziemlich großen Steilstufe überrascht. Nach der ersten Kletterei entscheiden wir, dass es uns den zeitlichen Mehrbedarf nicht wert ist und wir machen uns an den Wiederaufstieg hinauf zum Likya Yolu.

    Wieder zurück auf dem Original geht es gleich weiter durch hübschen Wald bergan. Oben machen wir Bekanntschaft mit der heimischen Tierwelt. Zuerst fliegt eine riesige Heuschrecke vorbei, wenig später rollen zwei Mistkäfer ein Stück Kot durch die Gegend. Bald haben wir einen schönen Blick zurück bis zur Bucht bei Ölüdeniz, da haben wir doch schon ein gutes Stück zurück gelegt. Durch hübschen Kiefernwald steigen wir ab nach Kabak. Bevor es nun wieder steil ansteigen würde, entscheiden wir uns für das Ende des ersten Tages. Wir brauchen nur noch einen Platz für die Nacht. Zufällig bekommen wir eine neue Unterkunft mit herrlichem Blick über die Küste bei Kabak. Hier lassen wir den Abend mit leckerem Essen ausklingen. Noch abschließend zum Thema Essen: wir sind etwas überrascht über das Preisniveau in dieser ländlichen Gegend. Aber wir lassen die Kulinarik natürlich dennoch nicht zu kurz kommen.

  • Auf nach Fethiye

    Auf nach Fethiye

    Früh am Morgen geht es los! Der Bus wurde um eine Stunde auf 8 Uhr vorverlegt. Wir laufen wieder an die Haltestelle von gestern, Ismetpasa und nehmen eine Minute später die Straßenbahn Richtung Busbahnhof. Ein Mann hört uns beim Reden zu und spricht uns an: „Höre ich deutsch?“. Wir kommen ins Gespräch und er erzählt uns, dass er früher in Deutschland gearbeitet hat. Jetzt, in seiner Rentenzeit ist er wieder öfter für längere Zeit in seiner Heimat. Am Busbahnhof verschlingen wir das vom Hotel gerichtete Lunchpaket.

    Pünktlich geht es mit dem Kamil Koc, Kooperationspartner von FlixBus Richtung Fethiye. Sobald wir die Außenbezirke von Antalya verlassen, stiegt die Straße langsam an. Bis gut zur Hälfte der Strecke werden wir hinauf fahren, bevor es dann die zweite Hälfte abwärts geht hinunter zur Küste. Neben der Strecke erheben bis zu 2.700 m hohe Berge, einige von ihnen sind noch gut mit Schnee bedeckt. Wir schauen mal, ob wir unterwegs noch Gipfelabstecher einbauen können und wollen. Grün bewaldete Berge werden sich mit fruchtbaren Ebenen ab, in denen Tomaten und sehr viele Obstbäume angebaut werden. So langsam werden wie richtig heiß auf den Weg und wir wollen endlich in diese Natur eintauchen. Allerdings ist es auch schon recht warm, mal sehen, wie anstrengend es werden wird.

    Nach 3 1/4 Stunden Fahrzeit erreichen wir Fethiye. Vom großen Busbahnhof laufen wir weiter Richtung Zentrum, von wo wir später den Minibus nach Ovacik nehmen. Doch davor möchte ich noch eine historische Stätte besuchen. Oberhalb von Fethiye wurde ca. 350 v. Chr. das monumentale Felsengrab des Amyntas in die steile Felswand geschlagen. Überlegt euch mal, das Ding ist 2.400 Jahre alt. Eine Inschrift auf der linken Seite lautet übersetzt: „Amyntas, Sohn des Hermapias“. Er gehörte vermutlich zur Oberschicht der lykischen Gesellschaft. Außerdem hat man von hier oben eine schöne Aussicht auf Fethiye und seine Bucht mit dem Jachthafen.

    So viel Geschichte macht hungrig! Auf dem Rückweg kommen wie an dem süßen Café Köse Kahve vorbei. Hier genießen wir Ayran, Sandwiches und türkischen Kaffee. Wer es nicht kennt, aufpassen! Türkischer Kaffee wird nicht gefiltert, das Pulver setzt sich ab. Wenn man zu gierig trinkt, bekommt man eine Ladung Kaffeesatz in den Mund! Nun sind wir bereit für den Minibus. Immer aufwärts fahren wir nach Ölüdeniz. Als wir aussteigen, beginnt es leicht zu regnen. Aber jeder versichert uns, dass es ab morgen stabiler werden soll!

  • Likya Yolu, wir kommen!

    Likya Yolu, wir kommen!

    Wir sind schon langsam gespannt, denn unser nächstes Abenteuer wartet. Nächste Woche geht es für 5 Wochen in die Türkei. 🇹🇷 Am Sonntag sitzen wir, wenn alles gut läuft, in unserem Hotel, bevor wir dann am darauffolgenden Morgen zu unserem ersten gemeinsamen Thruhike aufbrechen. 🥰 Hauptgrund für diese Reise ist der schon ewig auf meiner Liste stehende Lykische Weg. Da wir uns keinen Stress machen wollen, haben wir keine weiteren konkreten Pläne gemacht. Sollte noch genug Zeit bleiben, haben wir noch eine mehrtägige Wanderung durch Kappadokien vor. Den Heimflug haben wir dann von Istanbul gebucht. Und falls wir noch einen weiteren „Lückenfüller“ brauchen, wollen wir noch ein paar Tage auf dem Karischen Weg wandern.

    Der Lykische Weg

    Der Lykische Weg ist der erste und bekannteste Fernwanderweg der Türkei. Er führt auf etwas mehr als 500 km entlang der Küste von Fethiye nach Antalya. Die Route führt durch das antike Lykien und bietet nicht nur traumhafte Ausblicke, sondern man kommt immer wieder an historischen Ruinen vorbei. Mit der Mischung aus Natur und Sehenswürdigkeiten gilt der Weg als einer der schönsten Fernwanderwege der Welt. Über die zahlreichen Sehenswürdigkeiten entlang des Wegs, wie z.B. die Ruinen historischer Städte, das Schmetterlingstal oder die ewigen Flammen werde ich dann in den täglichen Berichten erzählen.

    Cappadocia Trail

    In Kappadokien wollen wir für fünf Tage einmal durch die bekanntesten Sehenswürdigkeiten wandern. Hier haben wir die Route selbst geplant und uns an bekannten touristisch vermarkteten Routen orientiert. Hier durchwandern wir dann die vielbesuchten Täler wie z.B. Liebestal, Rosental und das Taubental.

    Der karische Weg

    Den Karischen Weg werden wir nicht komplett gehen können, aber ein paar Tage würden uns dennoch reizen. Er zieht sich über 800 km entlang der Küste in der antiken Region Karien. Er zählt generell als etwas weniger frequentiert als sein Bruder, der Lykische Weg.

    Das Finale: Istanbul

    Zum Abschluss planen wir noch mehrere Tage in Istanbul. Für mich ist es das erste Mal in dieser großen Stadt und ich freue mich schon jetzt, die zahlreichen spannenden Ecken zu entdecken.

    Aber wir freuen uns nicht nur auf das Wandern und die Natur, sondern auch auf das türkische Essen, die herzlichen Menschen und die Gastfreundschaft.

    Warst du schon mal in diesen Regionen unterwegs? Oder kennst du jemanden vor Ort? Dann kommentiere gerne diesen Beitrag oder teile privat deine Erlebnisse mit mir. Ich freue mich, dich bald auf diese Reise mitnehmen zu dürfen.

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