Freiheit • Abenteuer • Weite Wege

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Schön, dass du deinen Weg hierher gefunden hast. 🥰 Diese Webpage wurde erst neu gestartet, deshalb wird der Inhalt zu Beginn noch weiter wachsen. Du wanderst gerne und entdeckst dabei am liebsten noch die Welt? Dann bist du hier genau richtig. Lass dich inspirieren, noch mehr Zeit in unserer schönen Natur zu verbringen und die Welt langsam zu erkunden, am besten zu Fuß.

Was erwartet dich hier? In meinem Leben hat das Wandern einen sehr großen Stellenwert. In meinem Blog werde ich dir über Tageswanderungen und Mehrtagestouren, aber auch über die richtig langen Wege rund um die Welt informieren und dich auf meine Abenteuer mitnehmen. Eine Übersicht über all meine Touren findest du bei Komoot.

Über meine Wanderabenteuer halte ich auch regelmäßig Multivisionsvorträge. Diese kündige ich hier gerne an, sodass du in Zukunft keinen Termin verpasst.

Du möchtest auch eine längere Tour machen, evtl. sogar auf einem der Wege, die ich schon gegangen bin, weißt aber nicht, wie du ein solches Abenteuer planen willst oder was es zu beachten gibt? Dann buche eine Wanderberatung und ich helfe dir, deine Wünsche zu realisieren.

Viel Spaß beim Stöbern auf meiner Seite!

Bevorstehende Vorträge

Te Araroa – 3.000 km zu Fuß durch Neuseeland

Globetrotter Stuttgart, Tübinger Straße 11, 70178 Stuttgart

Do., 28. Januar 2027

Neueste Updates der Homepage

10.06.2026

Reisebericht zu meiner Wanderreise durch die Türkei auf dem Lykischen Weg, Cappadocia Trail und Istanbul

Mein neuester Blog

Hier findest du meinen neuesten Blog-Eintrag. Alle weiteren Einträge findest du in meinem Blog.

  • Bergwochenende im Alpstein

    Bergwochenende im Alpstein

    Der Alpstein ist immer einen Besuch wert: abseits der Touristenmassen bietet er einsame, aber anspruchsvolle Touren. Die Natur ist einfach herrlich und mit Glück kann man so einige Tiere entdecken. Lasst euch mitnehmen auf zwei spannende Bergtage.

    Von Wasserauen über Mesmer, Meglisalp und Rotsteinpass zur Zwinglipasshütte

    18,7 km; 2.160 m aufwärts; 1.070 m abwärts

    Meine Beine brennen und ich freue mich, wenn wir bald auf der Hütte ankommen. Doch da sehe ich auf den Felsen 30-40 Steinböcke, wie sie so vor sich hin träumen und sich von nichts stören lassen. Sogleich sind meine Beine wie vergessen und ich lasse mich von diesen mächtigen Bergbewohnern in den Bann ziehen. Doch fangen wir von vorne an. Eigentlich wollte ich am Wochenende zu den Gastlosen fahren und dort ein schönes Bergwochenende verbringen. Allerdings sollte es da am Samstag vermehrt gewittern und wir wollten uns das Bergwochenende dadurch nicht verderben lassen. Spontan hatte ich dann gesehen, dass auf der Zwinglipasshütte noch zwei letzte Schlafplätze frei sind. Also nicht lange gezögert und gebucht. Vor 2 Jahren war ich schon mal hier am Säntis unterwegs und war sofort von seiner schroffen Seite begeistert. Hier bieten sich so viele Wanderrouten, dass es mir nicht schwer fiel, eine noch unbekannte Route zu wählen. In meiner Erinnerung hatte ich aber auch abgespeichert, dass die Aufstiege im Alpstein ganz schön fordernd sein können, ob es dieses Mal auch so sein wird?

    Als wir um 9 Uhr am Parkplatz Wasserauen ankommen, ist der Parkplatz schon fast voll. Der Overtourismus in den Bergen kann man hier am Säntis hautnah miterleben. Aber die Organisation ist gut und wir bekommen einen freien Platz zugewiesen. Auf meine Frage, ob wir uns mit der Seilbahn einige hundert Höhenmeter abnehmen sollen, lehnt Hang entschlossen ab. So erklimmen wir zu Fuß den Aufstieg hinauf Richtung Ebenalp. Je höher wir kommen, desto weiter schweift unser Blick über das wellige Appenzellerland. Bald erspähen wir in der Ferne die Wasserfläche des Bodensees. Wir wandern nicht komplett hoch zur Ebenalp, sondern statten dem Instagram Spot schlechthin, dem Äscher Wildkirchli einen Besuch ab. Direkt am Abgrund drückt sich das kleine Berggasthaus direkt an die Felswand. Wir gönnen uns ein Bier aus dem Kiosk und marschieren weiter. Schon von hier haben wir über den Seealpsee hinweg einen herrlichen Blick auf unser Ziel des heutigen Tages, den Gipfel des Altmanns. Schon beim letzten Mal bin ich an diesem Gipfel gescheitert und würde ihn dieses Mal gerne besteigen.

    An der Bergkante entlang wandern wir in leichtem Auf und Ab oberhalb des Tals zum Alp Mesmer. Hier haben wir schon die ersten knapp 1.000 Höhenmeter in den Beinen und wollen uns vor dem nächsten Aufstieg noch mal mit einem kühlen Getränk stärken. Hinter der Alp erhebt sich eine steile Felswand. Von hier unten ist nicht ersichtlich, wie wir diese wandernd bezwingen können. Zuerst laufen wir direkt auf den Säntis zu, bevor wir scharf nach oben Richtung Fels abbiegen. A apropos Säntis: aktuell verkehrt zum Gipfel keine Seilbahn, der Säntis kann also so „leer“ wie nie erlebt werden. Der Weg führt in engen Kurven immer weiter bergan, bis direkt unter die Felswand. Dort beginnt ein schmaler stahlseilversicherter Steig nach oben. Oben an der Ageteplatte angekommen, wandert unser Blick vom einen Tal hinüber ins andere Tal der Meglisalp. Weiter im Hintergrund strahlt der Seealpsee mit seinem herrlichen Blau und Grün. Leider können wir nicht einfach oben bleiben, sondern dürfen einige hundert Meter zur Meglisalp absteigen, bevor der nächste Anstieg beginnt. Durch das saftig grüne Tal steigt der Weg erst langsam dann steiler werden an zum Rotsteinpass. Hier merke ich, dass meine Beine eigentlich schon durch sind für heute. Ich warte jederzeit darauf, dass meine Oberschenkel wieder krampfen, so wie das vor zwei Jahren der Fall war. Doch mit kurzen Pausen erreichen wir die Rotsteinpasshütte und machen hier auf einem Felsen eine kleine Pause. Von hier kenne ich den Weg zur Zwinglipasshütte. Und ich weiß, dass ich auch dieses Mal den Altmann abschreiben kann. Ich würde es zwar irgendwie schaffen, aber so ne schöne Bergtour soll ja kein Kampf sein. 

    Der gesicherte Steig entlang der Fliswand ist so fordernd, wie ich ihn in der Erinnerung hatte. Auch hier ist der größte Teil stahlseilversichert. Allerdings sind die Felsen schon sehr speckig von den ganzen Wanderern und dadurch sehr rutschig. Runter gehen würde ich hier ungern. Oben angekommen, entscheiden wir uns final gegen den Altmann und beginnen mit dem Abstieg zur Zwinglipasshütte. Hier stoßen wir dann auf die initial beschriebenen Steinböcke. Ich bin mit unserer Entscheidung versöhnt, denn das letzte Mal waren die Steinböcke oben am Altmann und nicht hier unten. Irgendwann reißen wir uns los und legen die letzten Meter zur Hütte zurück. Leider sehen wir nur ein weit entferntes Murmeltier. Ich übernachte zum zweiten Mal auf der Zwinglipasshütte. Nicht nur, weil dies ein schöner Ort ist, sondern weil ich deren Konzept liebe. Die Hütte hat keinen festen Hüttenwart, sondern das Team ist immer für eine Woche vor Ort, bevor es vom nächsten Team abgelöst wird. Außerdem werden am Saisonbeginn alle Waren vom ganzen Verein zu Fuß herauf transportiert. So haben dieses Jahr 140-160 Helfer 9 Tonnen Essen auf die Hütte gebracht. Erst im Spätjahr, wenn die Vorräte zur Neige gehen, wird einmal Nachschub per Hubschrauber angeliefert. Nach dem Abendessen fallen wir beide müde ins Matratzenlager und schlafen begleitet vom Glockenläuten der Kühe ein.

    Details findest du unter meiner Tour auf Komoot.

    Von der Zwinglipasshütte über Fählensee, Widderalp und Seealpsee nach Wasserauen

    18,2 km; 740 m aufwärts; 1.820 m abwärts

    Die Nacht haben wir geschlummert wie ein Murmeltier. Gut gestärkt vom einfachen aber ausreichenden Frühstück machen wir uns auf den Rückweg nach Wasserauen. Durch die Karstlandschaft steigen wir erst leicht an, bevor der Weg abfällt zum Mutschenpass. Unterwegs laufen uns zwei Exemplare einer Rebhuhnart über den Weg. Unter ihrem speziellen Krächzen fliegen sie davon. Am Mutschenpass überlegen wir uns kurz, ob wir noch mal den Mutschen besteigen, aber entscheiden uns dagegen. Für alle Mitleser: der Mutschen lohnt sich aufgrund seiner herrlichen Aussicht hinüber nach Liechtenstein. Unterhalb des Mutschenpasses liegt noch ein ordentlicher Haufen Altschnee. Da wir über diesen Schneeblock absteigen müssen, ist dies ganz schön rutschig. Aber dank der Wanderer sind hier schon gute Stufen in den Schnee getreten. Somit kommen wir heil hinunter. Entlang der beeindruckenden Kreuzberg-Felsen wandern wir schnurstracks auf die Saxer Lücke zu. Begleitet werden wir dabei von dem Blöcken unzähliger Schafe, die im Sommer hier oben ihre Zeit verbringen. Doch nicht nur davon. Plötzlich hören wir ein Schreien und schauen nach oben. Über uns zieht ein mächtiger Greifvogel seine Runden. Die Google-Bildersuche verrät mir später, dass es ein Gänsegeier gewesen sein könnte. Was für ein hübscher Anblick dieses stolzen Vogels. Auch von der Saxer Lücke hat man einen herrlichen Blick ins Rheintal und hinüber nach Liechtenstein.

    Wir marschieren nicht weiter Richtung Hoher Kasten, sondern steigen weiter ab zum Fählensee. Die Serpentinen sind so zahlreich und schmal, dass man aufpassen muss, dass einem nicht schwindlig wird beim hinabgehen. Je weiter wir nach unten kommen, desto mehr öffnet sich das Tal, bis wir den Hohen Kasten am Talanfang sehen können. Im Hintergrund erheben sich die Felsen der Dreifaltigkeit. Vor Jahren wurde über diese Felswände in einem EOFT Film berichtet. Ich kann mich noch gut an den Kletterer erinnern, der sich eine dieser Wände damals erkämpft hat. Wir genießen den Blick über den Fählensee und marschieren weiter. Der Weg führt in ein enges Tal und zieht weiter bergab. Auf halber Höhe zweigen wir ab und wechseln die Richtung. Es geht mal wieder bergan. Unser Zwischenziel die Widderalp. Hoch über dem Tal ermöglicht sie eine schöne Aussicht zurück. Wir gönnen uns ein kühles Getränk. Die Wirtin erzählt uns, dass sie im Sommer von den Bauern angestellt ist und sie zu zweit für 260 Schafe, unzählige Rinder und Milchkühe verantwortlich sind. Morgens machen sie dann Butter, bis irgendwann die Tagesgäste eintreffen. Nicht zu erwähnen die ganzen Arbeiten an den Zäunen, die im Frühjahr aufgestellt und im Herbst abgebaut werden müssen. Außerhalb der Saison packt die Freiburgerin ihre Sachen und bereist die Welt. So ein Lebensentwurf hat einen gewissen Reiz auf mich.

    Anschließend legen wir die letzten Höhenmeter zum Widderalpsattel zurück. Dort oben eröffnet sich der Blick ins Nachbartal und auf den Säntis. Wir steigen wieder ab zur Meglisalp. Eigentlich müsste ich eher schreiben: wir schrauben uns hinab, so eng zieht sich der Weg in Kurven nach unten. Plötzlich ertönt der Warnpfiff eines Murmelis. Und tatsächlich: auf einem großen Felsen sitzen zwei genau oben drauf. Sie haben wohl heute die Aussichtsloge gebucht. Vorbei an der Kapelle „Maria zum Schnee“ beginnen wir den Abstieg Richtung Seealpsee. Am tief blauen Himmel ziehen zahlreiche Gleitschirmflieger ihre Kreise. Zuerst führt der Weg eben auf der Hochfläche entlang. Doch dann wird er immer steiler und führt vorbei an den hübschen Felswänden immer näher an den See heran. Mehrere Male öffnet sich in den Bäumen eine schmale Lücke und wir können einen Ausblick des bunt schimmernden Sees erhaschen. Unten angekommen lässt Hang es sich nicht nehmen und gönnt sich eine kleine Abkühlung im See. Rund herum liegen viele Wandernde oder reine Badegäste am Ufer und genießen das kühle Nass. Bei uns meldet sich der Hunger. So umwandern wir den See bis zum gut besuchten Gasthaus Forelle. Nach einer kleinen Stärkung steigen wir auf der Touristenwanderautobahn steil zum Parkplatz Wasserauen ab. Kurz vor dem Parkplatz können wir noch einen Gleitschirmfliegen beim Landen beobachten. Zufrieden und selig von diesem hübschen Bergwochenende machen wir uns an die Heimfahrt und sind uns sicher, dass wir bald wieder in die Berge gehen.

    Details findest du unter meiner Tour auf Komoot.

    Vor zwei Jahren war ich schon mal im Alpstein unterwegs, damals bin ich über den Säntis gewandert. Details findest du unter folgenden Links:

    Warst du selbst schon mal im Alpstein unterwegs?

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