GR20 – Tag 6: Refuge de Ciottulu di i Mori – Refuge de Manganu

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Lange haben wir am Abend noch drüber spekuliert, was die Magen-Darm-Erkrankungen am Ziel der heutigen Etappe für uns bedeuten. Denn es erwartet uns die Hütte, vor der die Schweizerinnen vor ein paar Tagen gewarnt haben. Wir kamen zu keiner Lösung. 

Der Morgen begann mit genialen Himmelsfarben über dem Tal. Auf der nächsten Anhöhe hatten wir einen schönen Blick auf die Westküste Korsika. Die Sonne kam schon über die Berge und hat nach und nach die Landzunge erobert. Die ersten Kilometer geht es am Golo-Bach entlang. Als wir an einer Gumpe in der Sonne vorbei kommen, machen wir verfrüht eine lange Pause. Über mehrere Brücken folgen wir dem Bach weiter. Nach der ersten Bergerie wechselt die Landschaft und geht in herrlichen Wald über. Teils hat der Wald mehrere Schichten: unten Gestrüpp, darüber Farne und dann Birken und Kiefern im Mix. 

Wir erreichen ein Hotel an der Strada di Vergio und gönnen uns erst mal ein Sandwich, so langsam reichen Snacks nicht mehr aus, um uns zu sättigen. Heute Abend werden wir auf der Hütte auch ein Picknick bestellen. Gut genährt gehen wir weiter. Der Pfad führt vorbei an mächtigen Kiefern. Wer ist erst mal ziemlich einfach zu gehen und wir kommen das erste Mal am GR20 zum flowigen wandern und müssen nicht auf jeden Schritt achten.

Irgendwann ist das leider vorbei und der Weg biegt nach oben ab. Eigentlich ist die Sitzung nicht so richtig steil, dafür stetig. Immer wieder haben wie richtig hübsche Aussichten in beide Richtungen. Oben angekommen haben wir einen super Blick auf den Lac de Nino. Dieser See ist umgeben von einem Hochmoor. Überall grasen Pferde und Kühe. Auf der anderen Seite des Sees sammeln sich Menschen um ein scheinbar sterbendes Pferd. Leider ziehen über uns immer mehr dunkle Regen-/Gewitterwolken auf. 

Über das Hochmoor gleiten wir regelrecht dahin. Wir kommen noch an zwei weiteren Bergeries vorbei. Der Weg führt uns durch einen uralten Buchenwald. Die ersten Blätter verfärben sich mittlerweile und ergeben zusammen mit den alten Bäumen ein herrliches Bild. Von der letzten Bergerie sind es nur noch zwei Kilometer zur Hütte. Tatsächlich fängt es beim Zeltaufbau tatsächlich an zu regnen. An der Hütte hängt auch ein Aushang bzgl den Magen-Darm-Problemen. Wie entscheiden für uns, dass wir alles machen wie gehabt und nur öfter die Hände waschen.

Im Nachhinein bekam die Hütte den Spitznamen Mangapoo. 

Weitere Details zur Tour findest du auf Komoot.

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