So langsam bekommen wir Torschlusspanik. Unser Abschied aus der Türkei naht. Was haben wir noch nicht erlebt, was wollen wir unbedingt noch essen? Aber das ist nicht das Schlimmste. Ab Montag wird wieder gearbeitet. Leider. Die fünf Wochen vergingen wie im Flug. Aber wenn ich so Revue passieren lasse, was wir alles erleben konnten, war das echt ne geniale Zeit. Heute Morgen haben wir ein neues Frühstückslokal in der Nähe des Taksim-Platzes ausprobiert. Sehr lecker. Danach sind wir durch eine unserer Lieblingsgassen zum Pier in Karaköy gelaufen, um mit der Fähre wieder nach Asien, heute nach Kadiköy zu fahren. Bei der Überfahrt haben sich sogar Delfine gezeigt. Ich liebe diese Tiere einfach.
Als wir das Boot verlassen, hören wir am Hafen eine Kapelle spielen. Als wir näher kommen, sehen wir Musikanten in Uniform heftig trommeln. Scheinbar irgendwas historisches. Schöne Stimmung. Kadiköy wurde wie lle Hotspot der asiatischen Seite, geprägt von einer liberalen Atmosphäre, studentischem Leben und einer vielfältigen Kulturszene. Wir landen gleich in den Gassen voller Cafés und kleinen Restaurants. Auch Pubs reihen sich aneinander. Sicherlich ist hier abends gut was los. Wir begeben uns wieder an die Küste und laufen ein Stück direkt am Wasser entlang. Hier haben wir eine freie Sicht aufs Marmarameer. Am Horizont sammeln sich die großen Frachtschiffe vor der Küste Istanbuls.
Über einen weiten Bogen kehren wir wieder ins Zentrum zurück. Am Fischmarkt essen wir noch mal ein leckeres Fischbrötchen, allerdings kann es nicht ganz mit dem Fisch-Dürüm des ersten Tages mithalten. Das Yeldeğirmeni Viertel wurde mit seinem Murals, Kunstgalerien und nostalgischen Cafés angepriesen. Das schauen wir uns doch auch noch mal aus der Nähe an. Ein Café lädt uns zu einer längeren Pause ein. Einfach verweilen und das Treiben in den Gassen beobachten… bis zum Abendessen ist es noch ne Weile. Wir hatten in den Tagen hier in Istanbul noch gar keine süßen Leckereien. Also kaufen wir ein paar Baklava (oder ähnliches) und Lokum-Rollen und setzen uns in die Sonne am Ufer des Hafens. In der Ferne hören wir den Knall eines Düsenjets. Dieser kreist ewig über Sultanahmet und macht allerlei Flugmanöver.
Da wir kein interessantes Restaurant in Kadiköy finden, fahren wir zurück nach Karakoy, laufen noch ein finales mal die Einkaufsstraße Richtung Taksim und gehen in ein Iskender Kebap Restaurant, noch so ein Ding, was ich ausprobieren wollte. Zum Abschluss gehen wir noch mal in unser Pub, trinken ein Efes und nehmen Abschied von der Stadt.


























































































