Instanbul – Tag 3: Topkapi-Palast

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In Beyoglu gibt es echt unzählige sympathische kleine Restaurants und Läden, das gefällt uns unglaublich gut. So haben wir heute Morgen in einem italienischen Café gefrühstückt, eine willkommene Abwechslung. Und zumindest der Kaffee war perfekt. Die wartete unsere letzte geplante große Sehenswürdigkeit auf uns, der Topkapi Palast. Als wir vor dem Eingangstor ankommen, steht schon eine gute Menschentraube davor. Um 9:30 hätte er eigentlich schon eine halbe Stunde offen sein sollen. Wir erfahren, dass erst um 10:30 geöffnet wird. Hmpf, na gut. Drinnen dann noch mal an der Kasse anstehen. Man kann zwar ein Ticket vorher online kaufen, aber dann wäre der Harem nicht inkludiert. Aber irgendwann kommen auch wir rein.

Der Topkapi-Palast war jahrhundertelang das Wohn- und Regierungszentrum der osmanischen Sultane. Er wurde ab 1459 errichtet. Heute zählt der Palast zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Nehmt euch für einen Besuch unbedingt Zeit. Um es vorweg zu nehmen: wir kamen kurz vor vier Uhr wieder raus. Man muss auch im Palast immer mal wieder anstehen. Die Touristenmassen kann man nicht immer ganz vermeiden. Es gibt verschiedene Bereiche, die man sich nach und nach anschauen kann.

Wir beginnen unseren Besuch im Küchenquartier. Hier findet man viel Geschirr und Utensilien, vielfach aus China. Dann steuern wir den Harem an: Das prunkvolle, private Wohnquartier des Sultans, seiner Familie und der Konkubinen. Auch die Wohnquartiere der Eunuchen befanden sich hier. Ein riesiger Abschnitt. Weiter geht es mit den heiligen Reliquien, eine Ausstellung historisch und religiös bedeutender Artefakte, darunter Besitztümer des Propheten Mohammed. Unter anderem sollen hier auch Fußabdrücke von diesem ausgestellt sein. Ebenso das Schwert Davids, das er im Kampf gegen Goliath getragen haben soll. Immer wieder kreuzen wir einen der vier riesigen Innenhöfe mit ihren hübschen Pavillons. Von diesen hat man herrliche Ausblicke auf das goldene Horn und den Bosporus. Abschließend bewundern wir die kaiserliche Schatzkammer, Heimat weltberühmter Schätze wie dem diamantbesetzten Topkapi-Dolch und dem legendären Löffelmacher-Diamanten. Kurz bevor wie den Palast verlassen, biegen wir noch ins Uhrenmuseum ab. Mit enthalten im Ticket ist auch die Hagia Irene, die älteste byzantinische Kirche Istanbuls. Sie wurde nie in eine Moschee umgewandelt. Danach heißt es aber wirklich Feierabend. Wir sind hungrig.

Als wir wieder auf die Straße kommen, ist alles voller Menschen, scheinbar fährt gerade die Tram nicht und jeder ist zu Fuß unterwegs. In einem Imbiss nehmen wir ein Dürüm-Menü. Nach der ganzen Kultur hatten wir richtig Heißhunger. Durch den Park unterhalb des Topkapi Palastes spazieren wir hinunter Richtung goldenes Horn. Im Park tummeln sich nicht nur Einheimische sondern auch zahlreiche Papageien. 🦜 Unten am Wasser ist die Hölle los. Unser Ziel: der Sonnenuntergang von der Galatabrücke. Mit einem Efes und dieser herrlichen Stimmung geht Tag 3 zu Ende.

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