Cappadocia Trail – Tag 1: Taskinpasa – Mustafapasa

Veröffentlicht am

Veröffentlicht von

Kategorien:

Schlagwörter:

19,7 km; 670 m aufwärts; 820 m abwärts

Gestern haben wir einfach mal die Seele baumeln lassen. Ich wurde beim Barber wieder in Form gebracht und unsere Körper beim Hamam verwöhnt. Nach einem wunderschönen Sonnenuntergang in Antalya nahmen wir den Nachtbus nach Kappadokien. In Nevsehir stiegen wir um auf einen Dolmus nach Ürgüp. Wir gehen erstmal frühstücken. Unser Tischnachbar Mustafa spricht uns auf Deutsch an. Er wohnt schon 56 Jahre bei Karlsruhe. So klein ist die Welt. Nach den be Frühstück ging es dann final mit dem Taxi weiter nach Taskinpasa. Hier beginnt unsere 4-5 tägige Wanderung auf dem Cappadocia Trail. Dieser kann kommerziell gebucht werden, aber ich habe mir die Routen manuell erstellt. Gepäcktransfer oder andere Erleichterungen reizen uns nicht.

Leider ist die Wettervorhersage für die kommenden Tage nicht die beste. Beim Start war es schon stark bewölkt, aber noch trocken. Kaum steigen wir von Taskinpasa auf, sehen wir Unmengen der bekannten Steinformationen. Uns bleibt der Atem weg. So darf es weiter gehen! Wir umwandern den Felsriegel und sogleich eröffnet sich ein wunderbarer Blick ins Tal dahinter. Oben angekommen genießen wir den Blick ins Tal mit seinen steilen Wänden. In der Mitte des Tals liegt der hübsche See Damsa Baraj. Zeitgleich beginnt es zu tröpfeln, jegliche Helligkeit im Himmel ist verschwunden. Die Tropfen halten vorerst aber nur kurz an.

Ein wenig oberhalb von Cemil verlassen wir den Fahrweg und tauchen in die Felsenlandschaft ein. Neben unseren Körpern wirken die Felsen so unglaublich mächtig. Später kommt uns eine Reitergruppe entgegen. Wir werden sie gegen Ende noch mal treffen. Höhepunkt war die Felsenstadt Golgoli mit ihren Höhlen und Kirchen. Einfach beeindruckend. Leider findet man nicht sehr viele Infos über diese Stadt. Früher kamen die orthodoxen christlichen Jugendlichen und frisch verheirateten Paare aus Mustafapaşa 15 Tage vor dem Osterfest hierher. Sie zelteten oder wohnten zwei Wochen lang in den Höhlen, um zu feiern, zu musizieren und zu tanzen.

Bislang blieben wir trocken, aber vom See im Tal ist kaum noch was zu sehen. Weiter gehen weiter und der Weg führt uns natürlich Richtung See. Ich fasse mich kurz. 7 km später kommen wir gut nass in Mustafapasa an. Der Weg war sehr schmierig und matschig. Leider hat der Regen auch verhindert, schöne Bilder des hübschen Ortes zu machen. Das holen wir später oder morgen noch nach. Heute Abend nächtigen wir in einem für die Region typischen Höhlenhotel.

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner