GR20 – Tag 1: Calenzana – Refuge de l‘Ortu di u Piobbu

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Da ich auf dem GR20 selten Empfang hatte, folgen die Berichte jetzt im Nachgang Tag für Tag, wie ihr es normalerweise direkt vom Weg gewohnt seid… Los geht’s!

Das bestellte Taxi kommt pünktlich. Wir sind leicht aufgeregt, was uns erwarten wird. Als wir Calenzana erreichen, steigen zahlreiche Wanderer aus anderen Taxen aus. Da möchte man nicht erleben, was in der Saison los ist. Durch schmale Gässchen wandern wir die letzten Meter durch den Ort. Sobald wir den Ort verlassen, zieht der Weg an. Alle paar Meter holen wir andere Wanderer ein. Je höher wir kommen, desto genialer wird die Aussicht hinunter auf die Küste rund um Calvi.

Als wir die erste Scharte, die Bocca di U Ravalente erreichen, eröffnet sich der Blick das erste Mal in die beeindruckende Bergwelt. Es stellt sich ein Gefühl der Glückseligkeit ein, genau deswegen sind wir hier. Von hier zieht der Weg flacher bergauf weiter, immer am Hang entlang. Immer noch holen wir auf zahlreiche Wanderer auf. Wenn das so weiter geht, sind auf der Hütte doch viele Wanderer.

Das letzte Stück hinauf zur Bocca a U Saltu wird dann noch mal anstrengender. Oben wartet aber eine schöne kleine Fläche, auf der man herrlich eine Pause machen kann. Und wieder eine andere atemberaubende Aussicht. Als wir schon denken, dass wir bei diesem Tempo ja in ner Stunde am Refuge sind, zeigt uns der Weg, was die nächsten Tage auf uns wartet. Es wird felsig und steil. Die Hände müssen an den Fels, wir dürfen kraxeln. Das geht ein gutes Stück so weiter. Hier sollte man sich überlegen, ob man den Weg weiter geht oder ob er doch nichts für einen ist. Wir wissen genau, dass er das ist, was wir wollen.

Doch irgendwann ist das Stück überstanden und wir erreichen wenig später die dritte und letzte Scharte für heute. Ein kleines Stück weiter erblicken wir in der Ferne schon unser Ziel für heute. Das Refuge hat seinen Logenplatz direkt unter dem Monte Corona. Evtl wollen wir den später noch besteigen. Die letzten zwei Kilometer legen wir beschwingt zurück. Herrliche Felsen mit hübschen Bäumen begleiten uns. Als wir das Refuge erreichen sind wir erstaunt, wie viele Schlafplätze es hier gibt. Neben Schlafplätzen in Containern gibt es aufgestellte Mietzelte und viele Flächen für eigene Zelte. Wir suchen uns einen Platz, der sich später als nicht ganz so perfekt erweisen wird. Aber wird schon passen. Schnell melden wir uns noch für Abendessen und Frühstück an, bevor wir die Seele baumeln lassen. Den Gipfel sparen wir uns 1.400 Höhenmeter reichen. Am Abend sind hier sicherlich eine hohe zweistellige Zahl Wanderer und das in der Off-Season.

Weitere Details zur Tour findest du auf Komoot.

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