Wir starten den Tag gemütlich mit Frühstück in einer Bäckerei. Bäckereien sind in jedem Land eine gute Option, die lokalen Gepflogenheiten zu spüren. Denn beim Bäcker ist meistens was los und man kann die Leute einfach mal beobachten. Gut gestärkt machen wir uns auf zu einer kleinen Wanderung zum Warmlaufen.
Wer mich kennt, der weiß, dass ich die Füße nicht lange stillhalten kann. Aus mehreren Optionen entscheiden wir uns für die Küstenwanderung zum Leuchtturm von La Revellata. Unweit unseres Hotels biegen wir ab auf einen schmalen Wanderpfad, der uns immer oberhalb der fesligen Küste entlangführt. Was liegt da vor der Küste vor Anker? Ein riesiges Kreuzfahrtschiff. Das erklärt die zahlreichen Busse, die gerade auf dem Weg in den Hafen waren: Touristenmassen verteilen. Wir umwandern den Hügel und können schon das Ziel des heutigen Tages erblicken: der Leuchtturm erhebt sich am anderen Ende der Bucht. Wir lassen den Blick entlang der herrlichen Felsküste schweifen.
Gestern haben wir noch vom Strand U Roncu gelesen, den plötzlich idyllisch vor uns liegt. Wir können nicht widerstehen, ziehen die Wanderklamotten aus und lassen unsere Körper ins angenehm kühle nass gleiten. Immer wieder kommen kleine neugierige Fische zu uns. Sogar kleine Krebschen knabbern an Hangs Füßen. Nach dieser Abkühlung geht es beschwingt weiter. Der schmale Pfad des Sentier du Littoral führt uns in leichtem Auf und Ab oberhalb der Küste entlang und bietet immer wieder geniale Blicke über das türkisfarbene Wasser.
Am Plage de l’Alga liegen hübsche Segelschiffe in der Bucht. Der Strand wird seinem Namen gerecht, um ins Wasser zu kommen, muss man sich durch kniehohe angeschwemmte Algen kämpfen. Wir passen und nehmen Kurs auf den Leuchtturm. Der Weg wird voller. Entlang zahlreicher schöner kleiner Strände und Buchten nähern wir uns schrittweise immer weiter dem Leuchtturm. Die Sonne macht uns zu schaffen, es ist gut heiß. Doch bald stehen wir vor dem Turm und machen hier am Wendepunkt eine Pause. Heute ist eine herrlich klare Sicht. Wir sehen in der Ferne sogar das Cap Corse, den Finger Korsikas.
Den Rückweg gehen wir auf dem Fahrweg zurück, ein bisschen Abwechslung. So entdecken wir von oben eine andere herrliche Bucht. Auch hier liegen schon ein paar Segelschiffe. Wir kommen noch mal am Algenstrand vorbei. Aber auch von hier zweigen wir bald wieder ab und verlassen den Küstenweg. So kommen wir schnell auf die Straße, die uns zurück ins Hotel führt.
Weitere Details zur Tour findest du auf Komoot.













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