GR20 – Tag 5: Refuge de Tighiettu – Refuge de Ciottulu di i Mori

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Die ersten 4 Etappen sollen die harten sein, danach wird es einfacher. Mal sehen, ob das zutrifft. Da heute eine relativ kurze Etappe ansteht, ließen wir es etwas gemütlicher angehen. Als wir vom Frühstück auf die Terrasse treten, sehen wir unterhalb der Felswand gegenüber ein Mufflon mit seinen runden Hörnern gemütlich grasen. Schön, solche Tiere frei beobachten zu können.

Irgendwann müssen wir dann doch los. Der Weg führt erstmal weiter am Bach bergab. Wie gestern bildet er mehrere Pools, die allerdings noch im Schatten liegen. Wenn ich da jetzt reingehe, komme ich als Eisprinzessin wieder raus. Wenig später erreichen wir eine Bergerie. In diesen kann man auch übernachten. Deshalb verteilen sich die Massen besser auf die vielfältigen Optionen. Auch drei Esel stehen in ihrem Gehege.

Von da an ändert sich der Weg, von reinen Felsen geht es nun in schönen Kiefernwald über. So stelle ich mir wandern in Kalifornien vor. Immer wieder liegt ein riesiger Stamm quer. Bald kommt doch ein mächtiger Berg in den Blick, der Paglia Orba, das Matterhorn Korsikas. Evtl. wollen wir diesen später noch besteigen. Nur hinab wäre ja langweilig, deshalb dreht der Weg und führt von nun an mal wieder auf eine Scharte. Und wenn wir dachten, dass es nur einfach wird, erkannten wir spätestens jetzt, dass es doch immer mal wieder Steilstufen gibt. Aber es war ein sehr abwechslungsreicher Aufstieg mit schönen Ausblicken zurück ins Tal mit dem Lac de Calacuccia im Hintergrund. Außerdem erblicken wir immer eine hübsche Gipfelformation, die an die Dolomiten erinnert.

Auf der Scharte weht ein eisiger Wind. Aber von hier ist es nicht mehr weit bis zu unserem heutigen Refuge. Da am Horizont sich gerade Wolken auftürmen, entscheiden wie uns gegen eine Besteigung des „Matterhorns“ und stattdessen für ein Omelett und Bier.

Mehr Details zur Tour findet ihr bei Komoot.

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