GR20 – Tag 4: Refuge d‘Ascu-Stagnu – Refuge de Tighiettu

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Heute stand die berüchtigte Königsetappe an. 9 km, 9 Stunden, na dann schauen wir mal. Wir wachen sehr früh kurz nach 5 auf, da alle Franzosen um uns schon ihre Zelte einpacken. Also stehen wir auch auf. Und das erste Mal sehe ich den Sternenhimmel, meine Fresse überall leuchten 1.000 Sterne. Wir frühstücken schnell und sind dann so 6:30 auf dem Weg. Erst mal geht es kurz entspannt durch herrlichen Wald. Danach zieht es an. 

An 2-3 Steilstufen stauen sich die Wanderer ähnlich zum Mount Everest. An Ketten geht es mehrere Meter hinauf. Das Höhenprofil ist ganz einfach, erst geht es steil 1.300 Meter hoch und danach wieder runter. Und wie es hoch geht. Aber wir machen einfach einen Schritt nach dem anderen. Was dann aber noch schlimmer kommt: loses Gestein am Aufstieg. 2 Schritte vor und mindestens einen Schritt zurück. In diesen steilen Wänden dauert es ewig, bis die Sonne uns erreicht. Dann wird es endlich angenehm warm.

Oben angekommen auf der Scharte machen alle Pause. Allerdings geht da auch der Weg auf den Monte Cinto ab, den höchsten Berg Korsikas. Die meisten meiner Trail Family streiken, aber ich würde mir das ewig vorhalten. Also schaltet Hang in den Regenerationsmodus und ich mache mich auf zum Gipfel. Aber leider geht es nicht nur einfach hoch, sondern mit teilweise Kraxeleinlagen mehrere Male hoch und runter. Vom Gipfel gibt es ein herrliches Panorama. Lange verweile ich aber nicht, für den Nachmittag waren evtl Gewitter vorhergesagt und da möchte ich nicht mehr in den Bergen sein. Also wieder zurück und Hang einsammeln.

Es geht ja nur noch runter. Erstmal leicht zur nächsten Scharte. Auf dem Weg kommen wir oberhalb eines hübschen Bergsees vorbei. Allerdings liegt der um einiges tiefer, das ist heute nicht mehr drin. Nach der Scharte wird es steil und geröllig. Aber wir meistern es, ohne auf unseren abnehmenden Hintern zu fallen. Aber das Tal wird noch richtig schön. Kurz vor dem Ende der Etappe werden wir von einem Bach begleitet. Er bildet immer wieder kleine Pools, in dem wir aber nicht schwimmen dürfen. Denn das Wasser trinken wir gleich auf der Hütte.

Weitere Details zur Tour findest du auf Komoot.

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