GR20 – Tag 14: Refuge d‘Asinau – Refuge d‘i Paliri

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Heute gab es wieder zwei Varianten zur Auswahl. Wir wählen natürlich noch mal die alpine Wegführung. Die Gipfel, die wir erklimmen, sehen wir schon von der Hütte aus. Aber zuerst geht es hinab ins Tal. Der Pfad führt durch herrlichen Kiefernwald. Die Wildschweine haben hier nachts scheinbar ihren Spaß. Gestern Abend haben wir auch ein Schwein in unserem Zelt gehört. Sein Ruf ist vom Tal zu uns nach oben gehallt. 

Bald kommen wir an die Kreuzung, die beide Varianten trennt. Kurz und schmerzvoll zieht der Weg in Serpentinen nach oben. Schnell kommen wir oben an. Wir machen mit unserer Gruppe zur Erinnerung ein Gruppenfoto. Der Weg führt anders durch die Felsen als erwartet, besser gesagt, einfach an ihnen vorbei. Doch beim Abstieg kommen wir noch auf unsere Kosten. Vorbei an zahlreichen Felsen wandern wir steil auf und ab. Die Aussichten Richtung Küste sind atemberaubend. Aber hier ist super viel los. Highlight ist ein kleiner Aufstieg kettengesichert über eine ziemlich steile Wand. 

Wir steigen aus dem Bergmassiv ab zum Col de Bavella. Und schlagartig sind wir von der Einsamkeit der Berge in Menschenmassen. Aber es hat auch was Gutes: es gibt ein Restaurant. Wir gönnen uns ein eiskaltes Radler und Burger bzw. ein Entrecôte. Gut beschwingt setzen wir unsere Tour fort. Es sind nur noch wenige Kilometer bis zum Refuge. Da es angeblich dort kein Wasser geben soll (stimmt aber nicht), füllen wir am nächsten Brunnen nochmals unsere Wasservorräte. Wir wandern wieder durch Kiefernwald. In einer Kurve kreuzt ein Bach den Forstweg und wir lassen es uns nicht nehmen, die Füße im kalten Nass zu erfrischen.

Das war auch gut so. Denn im Anschluss geht es mit vollem Magen noch mal steil nach oben. Wir klettern noch auf die Felsen und haben hier oben eine geniale Aussicht. Auf der anderen Seite gehen wir genau dahin weiter, wo wir eben von oben drauf geschaut haben und erreichen in kurzer Zeit die letzte Hütte des GR20. Sie liegt mit herrlicher Aussicht auf wunderschöne Felsnadeln und wir zelten im Kiefernwald. So haben wir auch oft am Lykischen Weg gezeltet und so kommen schöne Erinnerungen zusammen. Wie immer am Ende langer Wege ist die Stimmung bittersweet. Auf der einen Seite freut man sich, einen Weg zu Ende zu bringen, aber man würde am liebsten auch noch weiterlaufen und die Natur genießen.

Weitere Details zur Tour findest du auf Komoot.

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