GR20 – Tag 8: Refuge de Petra Piana – Refuge de l‘Onda

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Die Nacht über klangen aus mehreren Richtungen Kotzlaute an unser Zelt. Am Morgen erfuhren wir, dass die Zahl der Magen-Darm-Patienten um 5 oder noch mehr Leute angestiegen ist. Langsam kommen die Einschläge näher. 

Heute wartete eine entspannte Etappe. Nach einem herrlichen Sonnenaufgang ging es erstmal steil bergab. Diese Abstiege von Stein zu Stein sind wir mittlerweile ja gewohnt. Je tiefer wir kommen, desto schöner wird der Blick ins Tal. Schon von hier oben können wir den Bach erkennen, der immer wieder Pools bilden wird. Beim weiteren Abstieg kommen wir an mehreren kleinen Wasserfällen vorbei. Die Farben der Landschaft werden immer herbstlicher. 

Bald geht der Weg in Wald über. In diesem nähern wir uns immer weiter dem Bach und laufen parallel an diesem weiter. Die Pools sind zu verlockend, also biegen wir vom Weg ab und machen auf den Felsen entlang des Bachs eine schöne Pause. Hang gefällt es so gut, dass sie gerne noch länger bleiben würde und lässt mich allein ziehen. Ich kann dann ja später am Ziel schon mal das Zelt aufbauen. Der Wald wird immer schöner. Oben bilden die Kiefern das Dach, darunter Farn und die Sonne strahlt zwischen den Bäumen hindurch. Ich komme an einer hübschen Bergerie vorbei, aber es ist noch ein wenig früh für eine Einkehr. 

Eine Brücke hilft mir beim Überqueren des Bachs. Hier trifft der GR20 auf den Mare a Mare Nord. Ich gehe ein Stück in die falsche Richtung zu einem Wasserfall. Als ich wieder auf den Weg treffe, ertönt ein lautes Rotorengeräusch. Ich vermute einen Helikopter. Allerdings ist es „nur“ eine Transportdrohne. Scheinbar ist es nur ein Testflug, da die Drohne gleich wieder landet. 

Nun dreht der Weg nach oben. Steiler als ich erwartet habe. Über Stock und Stein geht es Meter für Meter hinauf Richtung Ziel. Als ich an der Bergerie de l‘Onda ankomme, steht da ein Schild, dass das Refuge noch 200m weiter auf dem Weg nach oben ist. Also marschiere ich weiter und stehe vor einer etwas heruntergekommenen Hütte. Ich kehre um und erfahre, dass da oben nur die Schlafplätze sind. Den Weg hätte ich mir also sparen können. Der spätere Fleischspieß mit Pommes lässt mich aber den kleinen Umweg schnell vergessen. Und auch Hang kommt zwei Stunden später erfolgreich an.

Weitere Details zur Tour findest du auf Komoot.

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