Istanbul – Tag 4: Üsküdar

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Istanbul besteht aus einem europäischen und einem asiatischen Teil. Der Bosporus, als Verbindung zwischen Marmarameer und Schwarzem Meer, bildet die Grenze zwischen den beiden Teilen. Ursprünglich wurde Istanbul nur auf der europäischen Seite angesiedelt. Mit dem osmanischen Reich wurde Istanbul mit Üsküdar und Kadiköy auf die asiatische Seite expandiert, um beide Seiten des Bosporus als wichtige Handelsstraße zu kontrollieren. Bislang waren wir ja nur auf der europäischen Seite Istanbuls. Das wollten wir heute ändern. Aber wir gingen den Tag ganz gemütlich an. Mittlerweile lieben wir Menemen zum Frühstück. Dies ist ein beliebtes Frühstücksgericht in der Türkei und besteht hauptsächlich aus Eiern, Tomaten und grünen Paprikaschoten. Wir lieben es in der Variante mit Sucuk.

Dann fahren wir das erste Mal mit der Fähre. Vom Hafen in Kabatas setzen wir über nach Üsküdar. Hier spazieren wir entlang einer Strecke aus einen Reiseführer. Ein gutes Stück gehen wir an der Küste entlang. Auch hier folgen die Einheimischen Fell den beliebten Hobby Angeln. Überall hängen Angeln im Wasser. Im Unterschied zur anderen Seite sind hier die Eimer aber alle voll mit kleinen Fischen. Das ufernahe Wasser wird aber von zahlreichen Quallen beherrscht. Wir kommen am historischen Leuchtturm, dem Leanderturm, vorbei. Dieser steht unweit der Küste vorgelagert auf einer kleinen Insel. Wie genießen das Treiben auf der Promenade und knabbern Sonnenblumenkerne, ein weiteres beliebtes Hobby bei Einheimischen. Von hier haben wir auch eine herrliche Sicht auf die Hauptsehenswürdigkeiten wie Topkapi, Hagia Sophia und Blaue Moschee auf der anderen Seite des Bosporus.

Wir verlassen die Küste und drehen eine größere Runde durch den Stadtteil, sehen aber wenig reizvolles. Erst als wir uns wieder dem Hafen nähern, finden wir 1-2 belebtere Straßen mit unzähligen Restaurants. Hier stoppen wir an einem kleinen Imbiss und essen mal wieder ein Köfte-Brötchen. Abends sollte man Kokorec essen. Das sind gefüllte Schafdärme, aber irgendwie trauen wir uns da nicht ran. Im Anschluss fahren wir zurück na ch Beyoglu. Auf dem Rückweg gehen wir an einem Hamam in der Nähe vorbei. Allerdings haben sie spontan keine weibliche Masseurin für Hang, deshalb fällt ein letzter Besuch im Hamam leider aus. Zum Abendessen sind wir gezielt zu einem Ocakbasi: ein traditionelles, einzigartiges Gastronomiekonzept der türkischen Grillkultur. KI hat uns ein gutes und preiswertes Restaurant empfohlen. Das Fleisch war einfach köstlich. Dazu haben wir einen Salgam getrunken, fermentierter Steckrübensaft. Ehrlich gesagt war das nicht unser Favorit. Zum Abschluss sind wir noch mal in unser Pub gegangen. Langsam blasen wir hier Trübsal, morgen steht unser letzter ganzer Tag in der Türkei an.

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