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Am Wochenende ging es mal wieder in die Schweiz 🇨🇭! Die letzten Wochenenden, an denen ich dies vorhatte, kam immer die Wettervorhersage dazwischen. Da ich ja schon mehrmals erzählt habe, dass ich oft im Auto schlafe, interessiert dich evtl mein Setup.
Für mein Auto passt die Matratze perfekt bei umgeklappter Rückbank rein und ich kann mich komplett ausstrecken. Allerdings haben wir bei der ersten Übernachtung festgestellt, dass ohne offene Fenster quälend heiß wird. Daher haben wir uns noch die Netze für die hinteren Fenster bestellt. Somit können wir die Fenster öffnen, ohne von Stechmücken heimgesucht zu werden. Bei Fragen, melde dich gerne bei mir.
Doch nun zu meinen beiden Traumtouren.
Große Gastlosen-Tour
20,1 km; 1.390 m Aufstieg; 1.390 m Abstieg
Ich wollte dieses Jahr schon an mehreren Wochenenden diese Tour machen, aber immer wenn wir Zeit hatten, spielte die Wettervorhersage nicht mit. Dieses Wochenende war aber strahlender Sonnenschein vorhergesagt. Also 4 Uhr aufstehen und dann gemütlich in die Schweiz fahren. Passend, dass man am Parkplatz der Gastlosen Bergbahn auch einen offiziellen Camping-Parkplatz buchen kann, sogar mit Dusche. Richtiger Luxus heute Abend. 🥰
Vom Parkplatz geht es erst ein Stück asphaltiert am Fluss entlang. Sobald ich Richtung Wald und Berg abbiege, wird es steil. Aber der Wald ist einfach herrlich, es hat hier scheinbar gut Niederschlag gegeben. Das Moos ist saftig. Und Hang hatte recht, sobald es ordentlich regnet, werden die Pilze aus dem Boden schießen. Ich sehe einige. Mit Hang wüsste ich, welche ich hier gerade vor mir habe. Immer wieder sprudeln kleine Bäche über den Weg. Den restlichen Weg zur Buvette des Sattels lege ich auf dem Fahrweg zurück.
Ab hier wird es voller. Ich mache mich auf den Weg hinauf zum Chalet du Soldat. Wie ihr an den Namen merkt, sind wir im französischen Teil der Schweiz gelandet. Im Wald liegen zahlreiche moosbewachsene Felsen, er wirkt verzaubert. Hier treffe ich auf die eigentliche Gastlosen-Tour. Heißt: jetzt wird es richtig voll. Sobald ich das Chalet du Soldat erreiche, weiß ich auch warum. Das Bergpanorama ist hier oben einfach genial. Dazu kommen noch die genialen Felsen der Gastlosen. Nicht umsonst wurde mir diese Tour empfohlen.
Nun wird es steiler und anspruchsvoller. Aber mit jedem Höhenmeter wird die Sicht noch atemberaubender. Am Wolfs Ort wechsle ich die Bergseite und kann nur noch staunen. Im Hintergrund reihen sich die Berggipfel auf, einige Gletscher kann ich auch erahnen. Das ist der perfekte Ausblick für Kalorienzufuhr. Gut gestärkt beschließe ich, noch den Gipfel der Wandflue in meine Runde einzubauen. Wie soll es anders sein, auch hier entschädigt das Panorama für meine Mühen. Der Aufstieg ist nicht allzu schwer, manchmal darf man aber seine Hände an den Fels nehmen. Ich staune, als mir eine Frau mit ihrer kleinen Tochter entgegenkommt. Die Kleine ist aber gut bei ihr angeseilt. Schön, dass sie so von klein auf die Berge kennenlernen darf.
Ich bin an der Kehrtwende meiner Tour angekommen, jetzt geht es wieder Jaun entgegen. Das größte Stück laufe ich die Rückseite der Gastlosen auf unschweren Wegen meist bergab. In einer Wand kann ich Kletterer hängen sehen… Ich bin immer wieder fasziniert, selbst würde es mich eher weniger reizen. Ein Stück vor dem Chalet Grat geht es noch mal durch hübschen Wald und die letzten Meter hinauf auf einem asphaltierten Fahrweg. Mir ist es essenstechnisch noch zu früh, aber die Auswahl liest sich gut.
Für mich geht es jetzt meist nur bergab. Ich mache nur noch einen leider unnötigen Abstecher Richtung Bergstation, weil ich dort eine Einkehrmöglichkeit vermutete, die es dann aber nicht gab. Im Wald beobachtet mich kurz ein kleines Nagetier, bis ich aber reagiere ist es schon wieder weg. Sah aus wie ein kleiner Marder oder ähnliches. Irgendwann geht es fast kerzengerade Richtung Talstation runter. Zufrieden komme ich am Stellplatz für die Nacht an.









Weitere Details zur Tour findest du bei Komoot.
Über Giferspitz und Wasserngrat
26,2 km; 1.510 m Aufstieg; 1.500 m Abstieg
Allein schon das Fahren über die Schweizer Pässe ist ein Traum. Wohin man auch schaut, überall feinstes Bergpanorama. Auf der Hinfahrt zum Parkplatz der Wasserngratbahn musste ich natürlich auch einen Schweizer Bäcker testen. Gut gestärkt konnte es los gehen. Die meisten Höhenmeter des heutigen Tages warteten direkt am Anfang auf mich. Schon von unten kann ich den Gipfel der Giferspitz sehen. Höhenmeter um Höhenmeter nähere ich mich.
Zuerst geht es fast kerzengerade über Kuhweiden, später folgt ein schöner Anstieg über den gerölligen Grat. Heute bin ich den Gletschern, die ich gestern schon erblickte zwei Täler näher gerückt. Auch kurios: in der Schweiz bewachen manchmal Lamas eine Schafherde. Die sind mir um einiges lieber als die Hütehunde. Auf der Giferspitze bin ich ganz alleine, der Rundumblick ist einfach genial.
Es geht kurz steil bergab, bevor es dann wieder leicht bergauf zum nächsten Gipfel geht, der Lauenenhore. Und tatsächlich komme ich an der von Lamas bewachten Schafherde vorbei, doch die Lamas sehe ich nirgends. Vom Gipfel habe ich einen perfekten Blick auf den Wasserngrat, wegen dem ich eigentlich hier bin. Doch erstmal geht es sehr steil bergab, dank der Stöcke kommen die Knie damit einigermaßen zurecht. Da auf den Wasserngrat auch ne Bergbahn führt, ist der natürlich etwas voller.
Entlang schöner Felsformationen führt der schmale Pfad meistens in leichtem Auf und Ab mit herrlichen Aussichten oberhalb des Tals entlang. Nur einmal wird der Aufstieg etwas länger, der Weg führt direkt über die Wandeliflue. Den hätte ich bzw. meine Beine nicht mehr gebraucht. Irgendwann taucht erst das Tal auf, dann schieben sich zwei Hütten in den Blick. Die eine ist exklusiv Mitgliedern des Ski-Clubs vorbehalten, die andere wird sehr rege von den Touristen zum Einkehren genutzt.
Ich überlege kurz, ob ich mit der Bahn ins Tal fahre. Da aber in zwei Wochen ein neues Abenteuer auf uns wartet, können meine Beine noch ein wenig Training gebrauchen. Also steige ich die restlichen 600m auch noch ab. Nach zwei super Wanderungen kann morgen die Arbeit wieder beginnen.









Weitere Details zur Tour findest du bei Komoot.



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