Gestern hatten wir uns auf eine entspannte Nacht gefreut. Und was machen wir die halbe Nacht? Stechmücken jagen. 😜 Aber hilft ja nichts.
Heute Morgen haben wir dann den Tag mit einem herrlichen Frühstück mit Ausblick auf die Küste begonnen. Wir lernen Joe kennen, der auch den ganzen Weg gehen möchte. Vielleicht sehen wir uns noch mal, wer weiß. Sobald wir Kabak verlassen, zieht der Weg an. Mehrmals sind wir froh, dass wir gestern nach der Hälfte aufgehört haben. Diesen Anstieg hätten wir nicht mehr geschafft. Es ergeben sich herrliche Blicke hinein in die Schlucht und hinunter auf den Strand von Kabak. Der Weg steigt weiter und weiter. Schon um zehn ist es unglaublich warm. Ich schwitze wie ein Schwein. 😊
Kurz vor Alinca kommen wir auf eine grüne Lichtung und was sehen wir? Eine Schildkröte. Die futtert sich gemütlich durch die Wiese. Fehlt auf unserer Liste nur noch ein Skorpion. Vielleicht sehen wir den in den kommenden Tagen auch noch. Oben in Alinca angekommen, gönnen wir uns ne kalte Cola. Dann geht es wieder mit Küstenblick hinab. Von oben haben wir geniale Blicke auf das blaue Wasser. Wie wir so dahin laufen, rutschen uns jeweils unter dem Körper die Beine weg und jeder von uns landet mal auf seinem Hintern.
Bald kommen wir an einer osmanischen Zisterne vorbei. Über Jahrhunderte dienten diese als lebenswichtige Wasserspeicher für Hirten und Wanderer. Noch zweimal zieht der Weg heute richtig nach oben an und das in der prallen Sonne. In den zahlreichen Olivenhainen spenden die Bäume kühlenden Schatten. Direkt am Ortseingang von Yediburunlar kehren wir in ein kleines Lokal ein und stärken uns.
Noch einmal heißt es für heute absteigen und wieder hinauf. Dieses Mal werden wir von zahlreichen Ziegen begleitet, die von den wenig nährreichen Büschen knabbern. Wir passieren ein mächtiges lykisches Grab. Am Ende des Anstiegs liegt Bel. Wir bleiben heute Nacht auf dem Campingplatz Nasuh. Nina, eine Ukrainerin, die seit 2003 in der Türkei lebt, zeigt uns alles. Aber der absolute Star ist ein 2 Wochen altes Zieglein, welches keine Mutter mehr hat und seitdem im Camp lebt und aufgezogen wird. So süß!
Der Inhaber unseres Hotels, Giovanni, hat uns heute Morgen ein köstliches Frühstück serviert. Gut gestärkt machten wir uns auf den Weg zum Startpunkt des Lykischen Wegs. Weithin sichtbar erhebt sich die mächtige Moschee über die Hauptstraße. Am Start empfängt uns ein großes Tor mit der Aufschrift Likya Yolu, hier sind wir wohl richtig. Gut, dass gerade ein paar Camper in der Nähe sind, das Foto ist gesichert. An der Flanke des Babadag geht der Weg gleich ordentlich nach oben. Je weiter wir steigen desto mehr sehen wir von der herrlichen blauen Lagune von Ölüdeniz. Wir kommen aber auch gleich richtig zum Schwitzen. An einem Aussichtspunkt über der Bucht werden frische Säfte zum Verkauf angeboten. Das werden wir heute noch öfter erleben.
Sobald wir den höchsten Punkt erreichen, stehen da schöne halbvollendete stattliche Häuser mit der besten Aussicht. Mittlerweile tummeln sich darin Ziegen. Eine größere Herde kreuzt daraufhin auch unseren Weg. Vorbei an mehreren Cafés geht es abwärts. Der Weg geht in hübschen Wald über. Leider müssen wir den Weg kurz verlassen, da ein Imker gerade seine unzähligen Bienenvölker versorgt und uns zuruft, dass es zu gefährlich sei.
Im nächsten Ort rasten wir in einem Café, bevor der finale Abstieg nach Hisar folgt. Hier ist das Etappenziel der offiziellen ersten Etappe. Wir kehren lecker ein. Ich bin gespannt, an welchem Tag Hang keine Köfte mehr essen will. Wir sind noch fit und wollen noch ein Stück weiter gehen. Zuerst machen wir einen Abstecher ins Schmetterlingstal. Dazu müssten wir aber auf Meereshöhe absteigen. Also verstecken wir die Rucksäcke im Gebüsch und beginnen den Abstieg. Wir werden von einem Seil und einer ziemlich großen Steilstufe überrascht. Nach der ersten Kletterei entscheiden wir, dass es uns den zeitlichen Mehrbedarf nicht wert ist und wir machen uns an den Wiederaufstieg hinauf zum Likya Yolu.
Wieder zurück auf dem Original geht es gleich weiter durch hübschen Wald bergan. Oben machen wir Bekanntschaft mit der heimischen Tierwelt. Zuerst fliegt eine riesige Heuschrecke vorbei, wenig später rollen zwei Mistkäfer ein Stück Kot durch die Gegend. Bald haben wir einen schönen Blick zurück bis zur Bucht bei Ölüdeniz, da haben wir doch schon ein gutes Stück zurück gelegt. Durch hübschen Kiefernwald steigen wir ab nach Kabak. Bevor es nun wieder steil ansteigen würde, entscheiden wir uns für das Ende des ersten Tages. Wir brauchen nur noch einen Platz für die Nacht. Zufällig bekommen wir eine neue Unterkunft mit herrlichem Blick über die Küste bei Kabak. Hier lassen wir den Abend mit leckerem Essen ausklingen. Noch abschließend zum Thema Essen: wir sind etwas überrascht über das Preisniveau in dieser ländlichen Gegend. Aber wir lassen die Kulinarik natürlich dennoch nicht zu kurz kommen.
Früh am Morgen geht es los! Der Bus wurde um eine Stunde auf 8 Uhr vorverlegt. Wir laufen wieder an die Haltestelle von gestern, Ismetpasa und nehmen eine Minute später die Straßenbahn Richtung Busbahnhof. Ein Mann hört uns beim Reden zu und spricht uns an: „Höre ich deutsch?“. Wir kommen ins Gespräch und er erzählt uns, dass er früher in Deutschland gearbeitet hat. Jetzt, in seiner Rentenzeit ist er wieder öfter für längere Zeit in seiner Heimat. Am Busbahnhof verschlingen wir das vom Hotel gerichtete Lunchpaket.
Pünktlich geht es mit dem Kamil Koc, Kooperationspartner von FlixBus Richtung Fethiye. Sobald wir die Außenbezirke von Antalya verlassen, stiegt die Straße langsam an. Bis gut zur Hälfte der Strecke werden wir hinauf fahren, bevor es dann die zweite Hälfte abwärts geht hinunter zur Küste. Neben der Strecke erheben bis zu 2.700 m hohe Berge, einige von ihnen sind noch gut mit Schnee bedeckt. Wir schauen mal, ob wir unterwegs noch Gipfelabstecher einbauen können und wollen. Grün bewaldete Berge werden sich mit fruchtbaren Ebenen ab, in denen Tomaten und sehr viele Obstbäume angebaut werden. So langsam werden wie richtig heiß auf den Weg und wir wollen endlich in diese Natur eintauchen. Allerdings ist es auch schon recht warm, mal sehen, wie anstrengend es werden wird.
Nach 3 1/4 Stunden Fahrzeit erreichen wir Fethiye. Vom großen Busbahnhof laufen wir weiter Richtung Zentrum, von wo wir später den Minibus nach Ovacik nehmen. Doch davor möchte ich noch eine historische Stätte besuchen. Oberhalb von Fethiye wurde ca. 350 v. Chr. das monumentale Felsengrab des Amyntas in die steile Felswand geschlagen. Überlegt euch mal, das Ding ist 2.400 Jahre alt. Eine Inschrift auf der linken Seite lautet übersetzt: „Amyntas, Sohn des Hermapias“. Er gehörte vermutlich zur Oberschicht der lykischen Gesellschaft. Außerdem hat man von hier oben eine schöne Aussicht auf Fethiye und seine Bucht mit dem Jachthafen.
So viel Geschichte macht hungrig! Auf dem Rückweg kommen wie an dem süßen Café Köse Kahve vorbei. Hier genießen wir Ayran, Sandwiches und türkischen Kaffee. Wer es nicht kennt, aufpassen! Türkischer Kaffee wird nicht gefiltert, das Pulver setzt sich ab. Wenn man zu gierig trinkt, bekommt man eine Ladung Kaffeesatz in den Mund! Nun sind wir bereit für den Minibus. Immer aufwärts fahren wir nach Ölüdeniz. Als wir aussteigen, beginnt es leicht zu regnen. Aber jeder versichert uns, dass es ab morgen stabiler werden soll!
Um 4:30 ging es heute Morgen für uns zum Flughafen… pünktlich zum Frühstück hoben wir Richtung Antalya ab. Der Pilot meinte es extra gut mit uns und flog beim Landeanflug einmal das Gebirge entlang des Lykischen Wegs für uns ab, die Vorfreude steigt. Wir haben Glück, die Rucksäcke kommen an Band an, wir bekommen Bargeld am Automaten (obwohl die 8% Gebühr teuer sind) und auch unsere eSIM läuft. Wir sind startklar Richtung Stadtzentrum. Die nächste positive Überraschung: für die relativ neue Tram kann man einfach mit der Kreditkarte einsteigen und fertig.
Als wir die Altstadt betreten sind wir gleich total begeistert, die kleinen Gässchen verbreiten Charme. Schnell ins Hotel eingecheckt und dann noch Besorgungen machen. Noch von zuhause hatte ich Gas für den Kocher reserviert. Wir marschieren erst mal in das gut sortierte Outdoorgeschäft. Nebenan ist auch ein Supermarkt, perfekt für letzte Besorgungen wie Müsli und Asia Nudeln.
Bei unseren Besorgungsgang durch die Stadt fallen uns die unzähligen Katzen auf. Zu meinem Leid ist Hang absoluter Katzenfan. „Schau mal da, so ne hübsche Katze.“ „Oh die Arme da!“ Nach einer kurzen Rast im Hotel machen wir noch einen kleinen Spaziergang durch die Altstadt. Dabei klappern wir einige historische Sehenswürdigkeiten ab. Den Eingang zur Altstadt bildet das mächtige Hadrianstor. Dieses wurde im Jahr 130 n. Chr. zu Ehren des Besuchs des römischen Kaisers errichtet.
Ein weiteres Wahrzeichen ist der Uhrturm, der 1901 zum 25. Thronjubiläums des Sultans errichtet wurde. Durch die wuseligen Gässchen mit allerlei kleinen Shops marschieren wir hinab zum Hafen. Hier starten zahlreiche Ausflugsboote zu ihren individuellen Touren. Für uns geht es nicht aufs Boot, sondern über Treppen nach oben. Unverhofft kommen wir an einem kleinen Park vorbei, von dem wir eine herrliche Aussicht hinunter auf den Hafen haben.
Unser eigentliches Ziel ist aber der Kaaralioglu Park, von dem wir mit der Unmenge anderer Menschen den perfekten Blick über das Meer auf die Berge gegenüber genießen. In 2-3 Wochen werden wir über diese wieder in Antalya ankommen. Den gelungenen Tag lassen wir in einer Restaurant-Empfehlung unseres Hotelchefs ausklingen. Nicht nur die Essen sind lecker, sondern zahlreiche Speisen wie Salat, Brot, Dips und der obligatorische schwarze Tee runden das Erlebnis ab.
Wir sind schon langsam gespannt, denn unser nächstes Abenteuer wartet. Nächste Woche geht es für 5 Wochen in die Türkei. 🇹🇷 Am Sonntag sitzen wir, wenn alles gut läuft, in unserem Hotel, bevor wir dann am darauffolgenden Morgen zu unserem ersten gemeinsamen Thruhike aufbrechen. 🥰 Hauptgrund für diese Reise ist der schon ewig auf meiner Liste stehende Lykische Weg. Da wir uns keinen Stress machen wollen, haben wir keine weiteren konkreten Pläne gemacht. Sollte noch genug Zeit bleiben, haben wir noch eine mehrtägige Wanderung durch Kappadokien vor. Den Heimflug haben wir dann von Istanbul gebucht. Und falls wir noch einen weiteren „Lückenfüller“ brauchen, wollen wir noch ein paar Tage auf dem Karischen Weg wandern.
Der Lykische Weg ist der erste und bekannteste Fernwanderweg der Türkei. Er führt auf etwas mehr als 500 km entlang der Küste von Fethiye nach Antalya. Die Route führt durch das antike Lykien und bietet nicht nur traumhafte Ausblicke, sondern man kommt immer wieder an historischen Ruinen vorbei. Mit der Mischung aus Natur und Sehenswürdigkeiten gilt der Weg als einer der schönsten Fernwanderwege der Welt. Über die zahlreichen Sehenswürdigkeiten entlang des Wegs, wie z.B. die Ruinen historischer Städte, das Schmetterlingstal oder die ewigen Flammen werde ich dann in den täglichen Berichten erzählen.
In Kappadokien wollen wir für fünf Tage einmal durch die bekanntesten Sehenswürdigkeiten wandern. Hier haben wir die Route selbst geplant und uns an bekannten touristisch vermarkteten Routen orientiert. Hier durchwandern wir dann die vielbesuchten Täler wie z.B. Liebestal, Rosental und das Taubental.
Der karische Weg
Den Karischen Weg werden wir nicht komplett gehen können, aber ein paar Tage würden uns dennoch reizen. Er zieht sich über 800 km entlang der Küste in der antiken Region Karien. Er zählt generell als etwas weniger frequentiert als sein Bruder, der Lykische Weg.
Das Finale: Istanbul
Zum Abschluss planen wir noch mehrere Tage in Istanbul. Für mich ist es das erste Mal in dieser großen Stadt und ich freue mich schon jetzt, die zahlreichen spannenden Ecken zu entdecken.
Aber wir freuen uns nicht nur auf das Wandern und die Natur, sondern auch auf das türkische Essen, die herzlichen Menschen und die Gastfreundschaft.
Warst du schon mal in diesen Regionen unterwegs? Oder kennst du jemanden vor Ort? Dann kommentiere gerne diesen Beitrag oder teile privat deine Erlebnisse mit mir. Ich freue mich, dich bald auf diese Reise mitnehmen zu dürfen.
Aktuell trudeln in meinen Social Media Feeds Ankündigungen der ersten Wanderer auf dem Nord Süd Trail ein. Auch ich bin im letzten Jahr am 01.05. auf dem Nord Süd Trail ganz oben im Norden auf Sylt gestartet.
Aber auch die Tage werden wieder länger, die Bäume sprießen, die Temperaturen steigen und in den Bergen schmilzt langsam der Schnee des Winters. Alles Vorboten der Wandersaison in unseren Breitengraden. Selbst wenn du in diesem Sommer keine größere Wanderung in Europa geplant hast, sondern z. B. im Herbst auf dem Te Araroa in Neuseeland starten willst, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt, sich mit der Planung zu beschäftigen.
Erzähle mir von deinen Plänen! Steht dieses Jahr eine größere Wanderung bei dir an? Hast du schon alles geplant? Machst du dir evtl. Gedanken, ob du das alles meistern kannst oder ob du an alles bedacht hast? Ich kann deine Sorgen verstehen, so ging es mir am Anfang auch, so geht es mir meistens immer noch vor jeder größeren Tour.
Falls du dich fragst, ob meine Wanderberatung was für dich ist, hier ein kurzer Einblick, was ich dir biete. Nach der Abklärung deiner Vorstellungen und Pläne, helfe ich dir mit der Planung, gebe dir Ausrüstungstipps und gebe dir alle relevanten Infos, die du zum Starten auf dem Trail brauchst: wie kommst du zu einem Visum? Brauchst du ein Permit und wie kannst du es beantragen? Wo kannst du dich verpflegen? Wie läuft das mit den Übernachtungen? Wann ist der beste Zeitpunkt für den Start deiner Wanderung? Und natürlich gehe ich auch auf deine individuellen Fragen ein.
Profitiere von meinen Wandererfahrungen auf zahlreichen langen Wanderwegen, beispielsweise:
Te Araroa / Neuseeland
Nord Süd Trail / Deutschland
Peaks of the Balkans / Montenegro, Albanien, Kosovo
Rota Vicentina / Portugal
Route 66 / Liechtenstein
GR221 / Mallorca
GR132 / La Gomera
Aber auch, wenn du keinen konkreten Trail ins Auge gefasst hast oder individuelle Wandervorschläge möchtest, melde dich bei mir.
Wir tauchen in den Wald ein und steigen höher und höher. Da kommt eine Pause am ersten See des heutigen Tages genau richtig. Wir erreichen den Schurmsee (https://www.schwarzwald-informationen.de/schurmsee.html). Was für ein schönes Biotop. Während wir so auf das Wasser schauen, fallen uns die ganzen Frösche auf, die im Wasser so dahin schwimmen. Anschließend umrunden wir den See. Doch Vorsicht! Alle paar Meter kreuzt ein Frosch den Weg und wir sehen diesen meist erst in allerletzter Sekunde. Nur nicht drauf treten.
Vom See geht es auf nicht mehr oft begangenen Wegen weiter hinauf bis zur Schurmseehöhe. Ein herrlicher Fleck für eine Pause, der Ausblick von oben über den See und den Schwarzwald ist sehr lohnenswert. Danach geht es stetig abwärts nach Zwickgabel. Der Abstieg wird nur kurz unterbrochen von einem Abstecher zum zweiten See, dem Blindsee (https://www.schwarzwald-informationen.de/blindsee.html). Der heißt so, da er fast komplett verlandet ist und man nicht mehr viel von ihm sehen kann.
Bei Zwickgabel überqueren wir den Langenbach. Im Tal steht die idyllische, hübsch anzusehende evangelische Kirche. Diese ist aber nicht ganz so atemberaubend, wie der folgende Anstieg Richtung Huzenbacher See. Über mehrere Kehren erarbeiten wir uns Höhenmeter um Höhenmeter. Auch hier führt unser Track immer wieder über nicht mehr begangene Abschnitte. Ab und zu versperren auf diesen umgefallene Bäume den Weg und erschweren das Weiterkommen. Oben angekommen nehmen wir einen anderen Weg, um am Huzenbacher Seeblick vorbei zu kommen. Der Ausblick ist ebenso schön wie über den Schurmsee. Vor einigen Jahren war ich schon mehrmals am Huzenbacher See (https://www.schwarzwald-informationen.de/huzenbacher-see.html). Dieses Mal kommen wir allerdings nicht direkt daran vorbei. Der Abstieg ist aktuell gesperrt. Der ehemals hübsche Wald ist komplett kaputt, es sieht aus wie auf einem Schlachtfeld. Kaputte Bäume liegen verstreut wie Mikado-Stäbchen. Sehr traurig. Hoffnung machen die vielen kleinen Bäume, die man an mehreren Stellen schon nachkommen sieht. Also gehen wir auf einem alternativen Abstieg Richtung Schönmünzach.
Erst oberhalb von Huzenbach treffen wir wieder auf den ursprünglichen Weg. Oberhalb des Tals laufen wir zurück nach Schönmünzach. Die beiden Seen Schurmsee und Huzenbacher See sind das Highlight dieser Tour. Die gewählten Wege waren uns meist zu breit. Warst du schon mal an einem der beiden See?
Vor einigen Jahren war ich mal in Luxemburg wandern. Schon damals war ich von der Schönheit der Luxemburger Schweiz begeistert. Nicht verwunderlich, dass ich bald mal wieder zurückkehren wollte. Von Baden-Württemberg aus ist Luxemburg ziemlich schnell zu erreichen, in 2 1/2 Stunden ist man mit dem Auto dort. Perfekt für ein längeres Wochenende. So verbrachten wir das vergangene Osterwochenende in dieser schönen Region. Wir hatten ein Hotel in Berdorf und haben dann täglich Tageswanderungen unternommen. Man ist in Luxemburg nicht zwingend auf ein Auto angewiesen, der öffentliche Verkehr ist kostenlos, ein schöner Nebenaspekt. Aber kommen wir mal zu den einzelnen Wanderungen: wir wollten unbedingt den Mullerthal Trail erwandern. Dieser setzt sich aus drei einzelnen Routen mit jeweils etwas weniger als 40 km zusammen, die perfekt von Berdorf aus zu erreichen sind. Details zum Mullerthal Trail findest du hier: https://www.mullerthal-trail.lu/de
Wir starten von Berdorf aus. Kaum haben wir den Ort verlassen, geht es schon durch eine Felsschlucht. Sehr beeindruckend. Das macht Lust auf mehr. Ich könnte jetzt jedes Felsmassiv aufführen, welches wir passieren, da kommen wir hier aber nicht zum Ende. Deshalb werde ich einzelne Highlights erwähnen. Mächtig erhebt sich der Predigtstuhl direkt neben der Straße. So geht es weiter bis nach Mullerthal. Hier wird es meist etwas trubeliger. Doch heute sind wir fast noch alleine. Entlang der Schwaarzlernz wird es romantisch. Der idyllische Schiessentümpel hat es uns besonders angetan. Im Anschluss warten weitere sehenswerte Gesteinsbrocken, unter anderem die Eulenburg und der Goldkaul. Überall blühen aktuell die weißen Anemonen, ein himmlischer Anblick. Beim Rittergang und den Felsspalten der Kuelscheier kann man selbst seine Körpermasse testen. An manchen Stellen sind die Durchgänge so eng, dass man kaum durch kommt. Danach wird es erstmal ein wenig zahmer. Der Abstand zu den Felsen ein wenig größer. Nach einem Stück über Felder steigen wir wieder ins Tal ab und kommen bei der früheren Einsiedelei von Michel vorbei. Über Scheidgen nähern wir uns Echternach. Immer wieder begleitet von hübschen Felsformationen. Vom Wanderweg haben wir zwei schöne Ausblicke über die Stadt mit ihrer mächtigen Basilika. Den Abstieg nach Echternach sparen wir uns aber, das machen wir die kommenden Tage. Danach folgt mein Highlight der Tour, die Wolfsschlucht. Diese hatte ich noch von damals in Erinnerung. Auf den verbleibenden Kilometern kommen wir noch an weiteren schönen Felsen vorbei. Kurz vor Berdorf beeindruckt mich die schöne Höhle Hohllay. Auch ein Amphitheater gibt es hier. Einfach eine wunderschöne Natur. Wir freuen uns aber auch, dass es von hier nur noch etwas mehr als 1 Kilometer zum Ziel ist. Das Abendessen wartet.
Nach gestern hatten wir richtig Lust auf die nächste Teilstrecke des Mullerthal Trails. Unsere Wahl fiel auf die Route 1. Leider war das Wetter heute nicht ganz so stabil, es kam öfter mal leichter Nieselregen, der aber immer mal wieder von Sonnenstrahlen abgelöst wurde, typisch April eben. Die Route heute war vom Charakter komplett anders, eine schöne Abwechslung. Wir beginnen auf dem Parkplatz des Lac d‘Echternach. Durch hübschen Wald geht es gleich gut bergauf. Oben angekommen können wir schön auf den See blicken. Auf breiten und mal schmalen Wegen geht es ein gutes Stück durch den Wald weiter. Erst kurz vor Herborn verlassen wir diesen. Die Kirche in Herborn ist zu beiden Seiten des Ortes weithin sichtbar. Unser erster Snack des Tages ist ein Geschenk aus Neuseeland, ein genialer OSM Riegel, Erinnerungen an meine Te Araroa Wanderung kommen hoch. Hübscher Wald führt uns weiter nach Mompach. Hier wandern wir auf ein Plateau von dem man herrliche Sichten über die Landschaft hat. Auch die Kirche von Girsterklaus können wir in der Ferne schon sehen, nichtsahnend, dass bis dahin noch etliche Kilometer auf uns warten. Vom Plateau wandern wir durch das Naturreservat Deiwelskopp geht es hinab Richtung Moersdorf. Hier ist alles vermoost und überall verstreut im Wald liegen vermooste Steinhaufen. Oberhalb der Sauer geht es auf und ab Richtung Born und weiter Richtung Girst. Vor Girst wartet der hübsche Bach Girstergriecht auf uns. Mehrmals überqueren wir den Bach in seinem hübschen Tal. Bevor wir Girsterklaus erreichen steigen wir hinab zum Girsterbach, der noch idyllischer ist als der Bach davor. Die Kapelle von Girsterklaus ist aus der Nähe noch hübscher als aus der Ferne zuvor. Auf hübschen Wegen geht es leicht abfallend hinab bis nach Rosport. An dessen Eingang erwartet uns der hübsche Park um das Musée Tudor, sogar einen Reiher können wir bewundern. Leider geht es dann von Rosport noch mal ein gutes Stück nach oben. Als wir nicht mehr damit rechnen, wird der Weg nochmals traumhaft schön. Bis kurz vor Echternach marschieren wir wie gestern durch eine herrliche Felslandschaft. Dennoch sind wir froh, das Ufer der Sauer zu erreichen. Auf einem flachen Weg wandern wir an dem Grenzfluss entlang bis nach Echternach. Vorbei am Pavillon, der mächtigen Basilika und dem hübschen Marktplatz geht es Richtung See, dem Start dieser herrlichen Runde.
Aller guten Dinge sind drei. Nach diesem Motto ging es heute auf die letzte Route des Mullerthal Trails. Eine wahre Freude, wie leer früh morgens noch alles ist. Wir sollten heute beides erleben. 🙈 Am Morgen haben wir noch das ganze Tal für uns alleine. Entlang der Schwaarzlernz geht es Richtung Halerbaachtal. Und dort entweichen unserer Kehle kleine Freudenjauchzer. Wir haben das ganze Tal für uns alleine. Der Weg führt immer am Bach entlang leicht aufwärts. Das Wasser umspült moosbewachsene Felsen. Und auf beiden Seiten rahmen die gewohnten Felsen das Tal ein. Ein wahrer Traum. Unterhalb des Reimerkapp wechselt der Weg ins Haupeschbaachtal. Erst an dessen oberem Ende kommen uns 2-3 Wanderer entgegen. An einem der Felsen ist ein Relief mit dem Titel L‘Indigène abgebildet. Kurz vor dem Schloss Beaufort wird es dann voller. Das Schloss selbst ist eine wahre Augenweide. Ein paar Meter weiter kommen wir an den Grundrissen eines historischen Badehauses vorbei. Wenig später erreichen wir den hübschen See Ale Weiler. Damit wir nicht ganz aus dem Häuschen geraten, flacht der Weg im Anschluss erstmal ab. Bald erreichen wir eine Hochebene. Wir erfahren, warum hier Windräder stehen. Der Wind pfeift uns bitterkalt um die Ohren. Erst als wir wieder eine kleine Baumreihe erreichen, wird es erträglicher. Bevor wir Larochette erreichen, gewährt uns ein Aussichtspavillon eine herrliche Aussicht über den Ort und die darüber wachende Burg Fiels. Der Trail führt in den Ort hinunter und im Anschluss gleich wieder hinauf. Unspektakulär führt der Weg die nächsten Kilometer weiter durch Wald und über Felder, mal runter, mal hoch. So kommen wir an Heffingen-Supp, Reuland und Blumenthal vorbei. Nach Blumenthal wartet der letzte größere Aufstieg auf uns. Beim Abstieg bauen sich so langsam wieder Felsen am Wegesrand auf. Allerdings sind wir zu sehr vom Zustand des Waldes abgelenkt. Überall liegen die Fichten wie Mikado Stäbchen übereinander. Vorbei an Marscherwald steigen wir weiter ab ins Tal der Schwaarzlernz, an der wir heute Morgen gestartet sind. Wir folgen ihr oberhalb. An der Kallektuffquell trifft uns der Touristenschock. Wie immer, wenn ein Parkplatz in der Nähe ist, wimmelt es von Highlight-Suchern. Da wir vor zwei Tagen für uns alleine schon am Schiessentümpel waren verlassen wir hier die Route 3 und bleiben stattdessen oberhalb auf einem anderen Weg, um den Massen ein wenig aus dem Weg zu gehen. Von hier sind wir dann nach wenigen Minuten wieder zurück am Parkplatz.
Welche Route war nun die schönste? Schwere Frage. Route 2 hat sicherlich sehr sehr viele hübsche Felsen, aber fast ein wenig Felsenoverload. Die anderen beiden waren abwechslungsreicher, hatten aber auch mal schwächere Abschnitte. Im Grunde sollte man sie aber alle mal gesehen haben.
Irgendwann geht auch ein langes Osterwochenende zu Ende. Da das Wetter aber so herrlich war und wir eh schon in der Nähe waren, bauen wir auf dem Rückweg noch ne kleine Tour ein. Im Hotel sind wir auf eine kleine Tour bei Schengen aufmerksam geworden, die Traumschleife „Schengen grenzenlos“. Und tatsächlich schon auf dem Weg dahin erfahren wir die Vorteile der offenen Grenzen Europas. Von Luxemburg geht es nach Deutschland und kurz vor der französischen Grenze wieder zurück nach Luxemburg und gerade in der heutigen Zeit sollte man das umso mehr zu schätzen wissen. Bevor wir auf die eigentliche Tour starten, machen wir noch nen kurzen Abstecher ans Moselufer zum Musée Europeen Schengen. Auch zwei kleine Stücke Berliner Mauer befinden sich dort. Dann kann es los gehen. Der Anfang beginnt sportlich. Über Weinhänge und durch hübschen Wald geht es zum Aussichtspunkt über die Mosel und Schengen. Bald verlassen wir den Wald und laufen über weite Felder. In der Ferne strecken die Türme des Kernkraftwerks Cattenom ihren Kopf in den Himmel. Wir steigen hinab zum nächsten Aussichtspunkt über die Mosel bei Contz-les-Bains. Bevor wir den Stromberg erklimmen, statten wir der kleinen Kapelle Notre Dame des Sept Douleurs einen Besuch ab. Von den Felsen des Strombergs genießen wir den Blick über Frankreich unter uns. Genau unter diesen Felsen führt der Weg gleich in einer Schleife entlang. Der Rückweg führt meist oberhalb von Weinlagen entlang. Nur am Ende geht es noch mal kurz durch den Wald. An dessen Rand wartet dann noch eine Schaukel auf uns. Sie bietet einen herrlichen Blick ins Moseltal. Eine perfekte kleine Runde zum Beine vertreten.
Du hast jetzt auch Lust bekommen, in Luxemburg wandern zu gehen? Neben den oben genannten Wanderungen gibt es noch zahlreiche, auch kürzere Runden entlang hübscher Felsen. Eine Auswahl alternativer Touren findest du hier: https://www.naturwanderpark.eu/wanderwege
Warst du schon mal in Luxemburg? Ich freue mich über deine Erlebnisse und Feedback in den Kommentaren.
Ich persönlich lese gerne Blogs auf anderen Websites, aber ich möchte nicht immer auf die Seiten navigieren und dann überprüfen, ob es einen oder mehrere neue Beiträge gibt. Ich lasse mich viel lieber aktiv darüber informieren, wenn es einen neuen Eintrag gibt. Dir geht es genauso? Dann ist dieser Tipp genau das Richtige für dich!
RSS-Reader
Ich persönlich nutze am liebsten RSS-Reader (auch Feedreader) dafür. Was ist das? RSS-Reader sind Apps oder Webseiten, die dir helfen können, automatisch neue Inhalte von Websites, z.B. Nachrichtenportalen, Blogs oder Podcasts zu sammeln und an einem zentralen Ort übersichtlich darzustellen.
Ich nutze so einen Feedreader, um nicht nur meine Blogs zu abonnieren, sondern auch um täglich Nachrichten zu lesen. Somit muss ich nur eine App öffnen und bekomme alle meine Nachrichtenquellen auf einen Blick serviert.
Bekannte Anbieter sind z.B. Feedly, feeeed, Feedreader oder Fluent Reader. Um einen Reader zu finden, der deinem Geschmack entspricht, einfach in der Suchmaschine deiner Wahl nach RSS-Reader suchen.
Einbindung meines Blogs
Hast du dich für einen Anbieter entschieden, musst du meinen Blog nur noch als Quelle angeben. Zum Hinzufügen gibst du dann die folgende Adresse ein: https://jrontour.com/feed.
So entgeht dir in Zukunft kein Update mehr von mir!
Hat dir dieser Tipp geholfen oder du hast dazu noch weitere Fragen? Lass es mich über die Kommentare wissen.
zumindest nehme ich mal an, dass du gerne in der Natur bist oder auch gerne wandern gehst. Wenn du diese Zeilen liest, hast du nicht nur meine Homepage entdeckt, sondern auch zielsicher den Weg zu meinem Blog gefunden! Sehr gut! Denn das ist der Ort, an dem du immer wieder Updates erhalten wirst. Falls du noch nichts über mich weißt, schau doch mal auf dieser Seite vorbei, um einen ersten Eindruck zu bekommen, von wem du hier gerade liest.
Wenn ich auf einer längeren Tour bin, kannst du mir hier regelmäßig virtuell folgen und miterleben, was ich gerade sehe und erlebe. Aber ich werde auch von meinen Tagestouren berichten, sodass du immer mal wieder spannende Tourenideen bekommst und diese vielleicht auch mal selbst ausprobieren kannst. Dazu kommen noch Updates zu meiner Homepage und immer mal wieder Gedanken zu Themen rund ums Wandern. Und all das bekommst du sehr authentisch und ohne Fakes.
Dabei soll das Ganze hier aber keine Einbahnstraße bleiben. Ich möchte mit dir interagieren und in den Austausch treten: Was gibt dir das Wandern? Was ist deine Region? Hast du Tipps für mich? Was wünschst du dir denn von meiner Homepage? Vermisst du Themen? Damit kannst du sogar gleich unter diesem Beitrag in den Kommentaren anfangen. Wenn dir das aber zu öffentlich ist, dann freue ich mich über eine private Nachricht.
Das soll es erst einmal von mir gewesen sein! Ich freue mich auf deinen Kommentar. 😊