Cappadocia Trail – Tag 2: Mustafapasa – Ortahisar

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20,5 km; 740 m aufwärts; 720 m abwärts

Ganz entspannt starten wir in den Tag. Anders als im Zelt beginnen die Tage aktuell mit einem für unsere Verhältnisse späten Frühstück ab 08:30, auch mal schön. Und tatsächlich hört der Regen auf, als wir die Unterkunft verlassen. Wir holen das Sightseeing in Mustafapasa nach, das gestern dem Regen zum Opfer fiel. Wir gehen dafür auch wieder ein Stück den Weg von gestern zurück, weil ich das eine Motiv noch mal mit der richtigen Kamera einfangen wollte. Als wir an einem Haus vorbei kommen, rennen 6-7 Hunde auf uns zu, die wild bellen. Irgendwann kommt auch die Besitzerin aus dem Haus, die sie dann ein wenig in den Griff bekommt. Die historischen Gebäude Mustafapasas gefallen uns richtig gut. Doch dennoch müssen wir Abschied nehmen. Wir verlassen die Stadt über eine Straße. Schon kurz darauf kündigt ein Schild das nächste Highlight an: das Gomeda-Tal.

Dieses Tal gilt noch als Geheimtipp, weil es noch wenig besucht wird. Kurz bevor wir es erreichen, werden wir von 6 Jeeps mit asiatischen Touristen überholt. Das Gute ist, sie steigen nur kurz aus, machen ihre Fotos und den Rest der Zeit haben wir das Tal ganz für uns allein. Gleich zu Beginn befindet sich die Ruine der Alakara-Kirche. Ein Stück später kommen wir noch an einer weiteren Kirche vorbei. Ein kleiner, von Holzbrücken gespickter Bach durchfließt das grüne, dicht bewachsene Tal. Die Felswände sind mit mehrstöckigen, kunstvoll verzierten Taubenschlägen übersät.

Nach ein paar Kilometern geht das Gomeda-Tal in das nicht weniger reizvolle Üzengi-Tal über. Wir wandern nur ein kleines Stück in dieses Tal hinein. Auch hier erwarten uns wieder monumentale Taubenhäuser. Diese wurden früher von den Einheimischen genutzt um Taubendünger für die Obstplantagen zu sammeln. Am Weg befindet sich auch ein kleines Café. Wir kehren um und biegen dann bald ab Richtung Ibrahimpasa. Plötzlich hören wir ein Bellen. Drei wilde Hunde lagen am Wegesrand. Zwei flüchten sofort verängstigt, der dritte bleibt ruhig liegen.

In Ibrahimpasa wollen wir eine Kleinigkeit essen. Also steuern wir eines der beiden Restaurants an, Babayan Evi, die Überraschung des Tages. Am Eingang hängt ein Schild, Michelin 2026. Oha, das wird ein Fest. Wir können aus verschiedenen 7-Gänge-Menüs wählen. Und alles für einen sagenhaften Preis, insgesamt zahlen wir 45 €. Und das Essen war mega lecker. Und das Beste: als wir das Restaurant verlassen, scheint die Sonne. Diese taucht das folgende Balkan-Tal in ein noch besseres Licht. Das Tal mündet direkt in unserem Ziel, Ortahisar. Noch bevor wir das Ziel erreichen, fällt die mächtige Burg der Stadt ins Auge. Diese erhebt sich in einem Felsen senkrecht über die Stadt. Unser Hotel befindet sich direkt oberhalb des Balkan-Tals mit einem herrlichen Blick in dieses.

Nachdem wir das Gepäck im Hotel abgelegt haben, erklimmen wir noch die Burg. Abenteuerlich führen die Treppen außen und innen steil nach oben. Der Blick von oben bietet beste Aussichten in alle Richtungen. Da es unweit noch regnet, entsteht wenig später ein Regenbogen. Diese Momente hier oben machen uns richtig glücklich. Im Anschluss lassen wir uns durch die kleinen Gassen treiben. Am Abend werden wir dann noch mal raus gehen, um die beleuchtete Burg zu bewundern und ne Kleinigkeit zu essen.

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