Eine Woche sind wir nun schon zurück aus der Türkei. So langsam jucken wieder die Beine, Zeit in der Natur zu verbringen. Deshalb haben wir uns zwei schöne Touren in der Nähe des Bodensees ausgesucht. Die Nacht haben wir dann im Auto geschlafen. Somit lohnen sich auch etwas längere Anfahrten. Details zu den beiden Touren findet ihr unten oder bei Komoot.
DonauWelle Eichfelsen-Panorama
Schon lange hatte ich mal vor, in diese Region der Schwäbischen Alb zu fahren, um dort die schönen Touren zu erkunden. Gut, dass wir nach einer Woche Arbeit wieder Sehnsucht nach Natur hatten und ein paar freie Tage anstanden. Also nix wie ab ins Auto und Richtung Sigmaringen. Wir parken auf dem Wanderparkplatz Irndorf und starten von hier unsere Wanderung. Es ist mal wieder schön, hier in Deutschland wandern zu gehen. Gerade weil aktuell alles so saftig grün ist. Gleich zu Beginn kommen wir an den Aussichtspunkt, dem die Tour ihren Namen verdankt. Vom Eichfelsen hat man ein herrliches Panorama über die hier noch wild dahin fließende Donau und den wunderschönen Felsen am Talrand.
Auf der gegenüberliegenden Seite erhebt sich Burg Wildenstein auf ihrem Felsplateau. Dahin geht es als nächstes. Das heißt aber erst hinab ins Tal der Donau und auf der anderen Seite wieder hinauf. Vorbei am Leibertinger Tobel schrauben wir uns den Hang hinauf. Ganz schön schweißtreibend. In der Burg Wildenstein befindet sich heute eine Jugendherberge und eine nette Burgschänke. Für uns noch ein wenig früh. Also gehen wir noch ein Stück weiter. Am zugehörigen Parkplatz sind gerade Ranger und geben zahlreiche Infos zur Tierwelt. Mit dabei haben sie einen ausgestopften Biber. Krass, welch weiches Fell Biber haben. Hätte ich nicht gedacht. Nebenan ist auch ein Pavillon, der über Luchse informiert, sehr spannend.
Für uns beginnt jetzt der angenehme Abstieg zum Kloster Beuron. Das Kloster ist weithin bekannt und hat eine lange Tradition. Heute beherbergt es ungefähr 40 Mönche. Wir besichtigen die im Innenraum wunderschön gestaltet Kirche. Anschließend kehren wir auf der anderen Straßenseite im Café Drahtesel ein. Gut gestärkt sind wir bereit für die letzten Kilometer. Vom Tal geht es gemächlich Meter um Meter nach oben. Nach zahlreichen Kurven erreichen wir bei der Burg Spaltfels eine grandiosen Aussichtspunkt über das Tal rund um Beuron.
Von hier ist es nicht mehr weit zu unserem Ausgangspunkt. Bevor wir am Parkplatz ankommen, gehen wir noch zum Aussichtspunkt Rauher Stein, der noch mal ein geniales Panorama bietet. Mein Fazit: eine herrliche nicht zu anspruchsvolle Tour mit genialen Ausblicken. Danach lohnt sich ein Besuch von Sigmaringen mit seiner hübschen Altstadt.












Durch die Marienschlucht
Die Marienschlucht am Bodensee war aufgrund eines Todesfalls nach einem Erdrutsch 10 Jahre lang geschlossen. Seit 2-3 Monaten ist sie nun wieder eröffnet. Als wir davon hörten, wollten wir uns diese sehr gerne anschauen. Da die Schlucht an sich nicht sehr lang ist, habe ich eine kleine Rundtour gebastelt. Diese haben wir uns für heute vorgenommen.
Die Nacht haben wir im Auto geschlafen und nach einem Bäckerbesuch am Morgen sind wir die restlichen Kilometer an den Bodensee gefahren. Geparkt haben wir am Wanderparkplatz Eulenbach oberhalb von Wallhausen. Die ersten Kilometer verlaufen recht unbeeindruckend. Der breite Weg verläuft durch schönen Wald. Immer wieder tangieren wir den Golf-Club Konstanz. Wir laufen durch den Bestattungswald Waldruh. Ich finde die Idee dieser Bestattungswälder sehr schön. Immer wenn ich diese durchschreite, kehrt eine Ruhe in mir ein. Aber sie beschweren mich auch, da ich an Verstorbene denke oder an alle, die mir wichtig sind und die früher oder später nicht mehr da sein werden.
Nach der Runde durch diesen Wald gelangen wir zu den Hauptgebäuden des Golfplatzes und wenige Meter später zum Wanderparkplatz der Marienschlucht. Das Tagesticket des Parkplatzes kostet aktuell 6 €. Wir hatten nach dem ganzen Hype um die Schlucht ganz schön große Erwartungen. Aber ich bin ehrlich: die Schlucht hat auf ganzer Linie enttäuscht. Es wurde sooo viel Stahl verbaut, dass der natürliche Charakter komplett verloren gegangen ist. Man nimmt nur noch glänzenden Stahl wahr, sieht von der Schlucht selbst aber nicht mehr allzu viel. Sehr schade.
Der weitere Weg hat uns da um einiges besser gefallen. Der Seegang führt schön am Ufer des Bodensees entlang. Auf meiner Wanderung auf dem Nord-Süd-Trail bin ich schon ein Stück des Seegangs gelaufen. Aber hier verläuft dieser durch idyllische Natur. Schöne Pfade und vorbei an keinen natürlichen Schluchten. Immer wieder hat man schöne Ausblicke über den See und kleine Buchten laden zum Verweilen ein.
Spontan haben wir auf dem Heimweg dann noch meine Freunde besucht, die mich auf der Deutschland Wanderung auch schon als Trail Angel verwöhnt hatten. Es war auch dieses Mal ein herzliches Wiedersehen. 🥰 Danke euch beiden!











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